10 Stromspartipps für das Büro

Sowohl in Unternehmen als auch in den eigenen vier Wänden ist das Büro einer der Orte, an dem am meisten Strom verbraucht wird. Dies liegt natürlich an der Vielzahl der mitunter leistungsstarken Geräte.

10 Stromspartipps für das Büro
Bild: GaudiLab/shutterstock.com
Da aber natürlich niemand beim Arbeiten auf einen vernünftigen Computer und ein helles Arbeitsumfeld verzichten möchte, müssen Energiekosten auf andere Weise eingespart werden. Mit den richtigen Tricks ist das allerdings kein Problem.

1. Der richtige Computer für den richtigen Anwendungszweck

Glücklicherweise sind Computer heute wesentlich sparsamer als noch vor einigen Jahren, insbesondere Büros. Wird Rechenleistung nicht benötigt, sinkt der Strombedarf automatisch. Nichtsdestotrotz muss die Leistung eines Computers zum Anwendungsgebiet passen, denn starke Prozessoren und Grafikkarten brauchen auch im Leerlauf mehr Energie als weniger leistungsstarke Komponenten. Wer also keinen leistungsstarken Rechner für den Videoschnitt, die Verarbeitung großer Datenmengen oder CAD-Anwendungen benötigt, sollte auf weniger leistungsstarke Komponenten setzen, die für Office-Anwendungen ausreichen. Statt einem Desktop-Computer tut es unter Umständen auch ein deutlich sparsameres Notebook, das sich dank der entsprechenden Anschlüsse ebenfalls an externe Monitore anschließen lässt.

2. Auf energieeffiziente Netzteile im Büro achten

Notebooks von der Stange sind in der Regel bereits auf Energieeffizienz ausgerichtet. Vor dem Kauf eines Desktop-Computers sollte jedoch ein Blick auf die Energieeffizienz der Komponenten geworfen werden. Gerade über das Netzteil geht unnötig viel Energie verloren. Gute Computer-Netzteile haben einen Wirkungsgrad von mindestens 80 Prozent und lassen sich am „80 PLUS“-Label erkennen, das in den Stufen Bronze, Silber, Gold, Platinum und Titanium verliehen wird.

3. Die richtige Einstellung des Monitors

An den meisten Arbeitsplätzen laufen den halben Tag über gleich mehrere Monitore. Daher macht es Sinn, ältere Geräte durch Neugeräte mit einer hohen Energieeffizienzklasse zu ersetzen. Während gut sieben Jahre alte 24 Zoll Monitore nicht selten über 50 Watt aus dem Netz ziehen, sind es bei modernen LED-Monitoren oft nicht einmal mehr 20 Watt. Auch die Reduzierung der Bildschirmhelligkeit und des Kontrasts senkt den Energiebedarf messbar.

4. Den Sleep-Modus vermeiden

So verlockend es auch ist, den Computer während der Pausen nur in den Ruhemodus zu versetzen, so sehr wirkt sich diese Angewohnheit auf die Stromrechnung aus. Dass Computer beim Hochfahren mehr Energie verbrauchen als durch das Verweilen im Ruhemodus ist schlicht ein Mythos. Auch der Bildschirmschoner ist ein heimlicher Energiefresser. Wer seinen Arbeitsplatz also nur kurz verlässt, sollte zumindest den Bildschirmschoner deaktivieren und den Monitor stattdessen gleich ganz abschalten.

5. Geräte richtig ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden

Auch wenn der Stand-by-Modus von Bildschirmen, Druckern, Computern und sonstigen Geräten im Büro sehr praktisch ist, summiert sich dieser Posten sowohl in Unternehmen wie auch in Privathaushalten auf. Nach Feierabend bzw. nach dem Ende der Nutzung sollten also alle nicht mehr benötigten Geräte mit Hilfe einer Steckerleiste mit Kippschalter auch tatsächlich vom Stromnetz getrennt werden.

6. Die richtigen Einstellungen für den DSL-Router

Was für Bürogeräte gilt, gilt natürlich auch für den DSL-Router. Sobald das Internet über Nacht nicht mehr notwendigerweise gebraucht wird, kann der Router abgeschaltet werden. Unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz kann es zudem besser sein, die Computer per Ethernet-Kabel mit dem Internet zu verbinden. Die maximale Funkleistung der W-LAN-Antenne ist nämlich mit einem deutlich höheren Stromverbrauch verbunden.

7. Das Büro effizient beleuchten

Kaum etwas ist beim Arbeiten so wichtig wie eine ausreichende Menge Licht. Da eine dauerhaft eingeschaltete Beleuchtung gerade in der dunklen Jahreszeit viel Strom verbraucht, macht es auch hier Sinn, auf energieeffiziente Lösungen zu setzen. Zwar sind LED-Leuchtmittel für den Schreibtisch und die Deckenbeleuchtung etwas teurer als konventionelle Leuchtmittel, aufgrund der höheren Energieeffizienz können jedoch bis zu 90 Prozent der Stromkosten bei gleicher Lichtleistung eingespart werden. Damit rechnet sich die Investition meist schon nach nicht einmal einem Jahr.

8. Energieverbrauch in Serverräumen senken

Durch die massive Kühlung ist der Serverraum in einem Unternehmen der Energiefresser überhaupt. Da moderne Serversysteme deutlich unempfindlicher gegenüber höheren Temperaturen sind, müssen Serverräume heute nur noch auf rund 27 statt früher 20 Grad Celsius heruntergekühlt werden. Alternativ bieten sich auch Cloud-Lösungen an, sodass kein eigener Serverraum mehr notwendig ist.

9. Die richtigen Druckeinstellungen wählen

Der Großteil der in Büros gedruckten Dokumente landet ohnehin im Abfall. Es besteht also kein Grund, diese Dokumente in der höchsten Qualitätsstufe zu drucken. Dies macht nicht nur im Hinblick auf das Einsparen von Toner und Tinte Sinn, sondern auch in Bezug auf die Stromkosten. Der Druck qualitativ hochwertiger Dokumente dauert schließlich länger und verbraucht mehr Energie. Hier gilt die Regel: Je größer die Anzahl der Ausdrucke pro Monat, desto größer ist der Effekt.

10. Auf den Kaffeevollautomaten verzichten

Ja, die vielen verschiedenen Kaffeesorten, die der Vollautomat zubereiten kann, sind ein Traum. Ein wahrer Alptraum sind jedoch die Energiekosten für das Gerät, das den ganzen Tag über im Stand-by-Betrieb ist und jede Tasse einzeln zubereitet. Die gute alte Filtermaschine ist um ein Vielfaches effizienter. Sofern gutes Pulver verwendet wird, steht auch der Filterkaffee dem Kaffee aus dem Vollautomaten in nichts nach.

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