10 Tipps, um beim Wäsche waschen Strom zu sparen

Wer Kinder hat, ist beinahe ständig damit beschäftigt, sich mit hartnäckigen Flecken auseinanderzusetzen und wahre Wäscheberge zu bewältigen. Und so ist es kein Wunder, dass Waschmaschine, Wäschetrockner und Bügeleisen beinahe durchgängig in Betrieb sind.

10 Tipps, um beim Wäsche waschen Strom zu sparen
Bild: boyhey/shutterstock.com
Leider machen sich die Wäscheberge auch auf der Stromrechnung bemerkbar, denn sowohl die Waschmaschine als auch der Wäschetrockner gehören zu den absoluten Großverbrauchern in jedem Haushalt. Es gibt allerdings eine gute Nachricht, denn in der Regel lässt sich mit wenig Aufwand bereits viel Strom einsparen.

1. Die Waschmaschine immer optimal beladen

Wirklich energieeffizient arbeiten kann eine Waschmaschine nur dann, wenn sie optimal beladen ist. Wer die Trommel also regelmäßig nicht vollständig befüllt, verschwendet bares Geld. Selbst Geräte mit einer modernen Mengenautomatik sparen nur dann wirklich effektiv Strom und Wasser ein, wenn sie wirklich voll beladen sind. Die optimale Lademenge für ein durchschnittliches Standard-Buntwäsche-Programm findet sich auf dem Energielabel der Maschine.

2. Den Warmwasseranschluss nutzen

Den Löwenanteil der Energie benötigt die Waschmaschine, um das Wasser aus der Leitung auf die für den Waschgang benötigte Temperatur zu bringen. Wer über einen Warmwasseranschluss verfügt, der nicht allzu weit von der Waschmaschine entfernt ist, sollte diesen an die Waschmaschine anschließen, sofern das Gerät einen solchen Anschluss unterstützt. Lohnenswert ist die Maßnahme jedoch nur, wenn die Warmwasserbereitung nicht mit Hilfe eines elektrischen Durchlauferhitzers erfolgt.

3. Niedrige Waschtemperaturen verwenden

Für jedes Grad, um das ein Liter Wasser erwärmt werden muss, steigt der Energieverbrauch überproportional an. Folglich macht es Sinn, die Waschmaschine mit 40 Grad Celsius laufen zu lassen und nicht mit 60 Grad. Höhere Waschtemperaturen machen nur dann Sinn, wenn die Kleidung stark verschmutzt ist. Und dank moderner Waschmittel, die auch bei niedrigen Temperaturen ihre Kraft entfalten, wird die Wäsche auch bei 40 Grad strahlend rein.

4. Auf die Vorwäsche verzichten

Ebenso wie hohe Waschtemperaturen lohnt es sich, auch die Vorwäsche nur bei stark verschmutzten Kleidungsstücken zu nutzen. In der Regel ist das Vorwaschprogramm daher reine Wasser- und Stromverschwendung.

5. Hartnäckige Flecken immer vorbehandeln

Selbst bei Gras- oder Rotweinflecken ist nicht unbedingt eine Vorwäsche erforderlich. Sofern diese ansonsten hartnäckigen Flecken mit entsprechenden Maßnahmen vorbehandelt werden, lassen sie sich in der Waschmaschine mit Hilfe eines niedrig temperierten Waschprogramms ganz ohne Vorwaschgang entfernen. Grasflecken in den Jeanshosen der Kinder lassen sich beispielsweise mittels einer dicken Zuckerpaste sehr effektiv vorbehandeln.

6. Den richtigen Schleudergang wählen

Soll die Wäsche im Wäschetrockner und nicht auf der Leine im Garten trocknen, muss darauf geachtet werden, dass diese nicht zu nass in den Trockner gerät. Ansonsten braucht dieser nämlich deutlich länger, um die Kleidung vollständig zu trocknen. Während der Schleudergang mit 1.000 Umdrehungen für die Leinentrocknung absolut ausreicht, sollte die Waschmaschine die Wäsche für die optimale Energieersparnis im Wäschetrockner mit 1.200 Umdrehungen pro Minute schleudern.

7. Einen Ablufttrockner verwenden

Wer in seiner Wohnung oder seinem Haus über einen fest installierten Abluftkanal verfügt oder die Möglichkeit zur Verlegung eines Abluftschlauchs hat, kann beim Kauf eines neuen Wäschetrockners auf einen sogenannten Ablufttrockner setzen. Gegenüber einem Kondensationstrockner lassen sich so rund 10 Prozent des Stroms einsparen.

8. Die Waschmaschine vor Verkalkung schützen

Ist eine Waschmaschine verkalkt, erhöht sich der Stromverbrauch deutlich. Das Gerät muss schließlich mehr Energie aufwenden, um das durchfließende Wasser durch die Ablagerungen hindurch effektiv zu erhitzen. Der Einsatz von Wasserenthärtern ist daher ebenso sinnvoll wie die regelmäßige Entkalkung.

9. Die Wäscheleine nutzen

Das größte Einsparpotenzial besteht natürlich darin, den Wäschetrockner in Rente zu schicken und die Kleidung stattdessen im Garten zu trocknen. Wie groß das Einsparpotenzial ist, lässt sich daran erkennen, dass viele Trockner leicht eine Leistung von 2.000 Watt erreichen und pro Durchgang zwei Stunden laufen. Unter dem Strich entspricht dies gut vier Kilowattstunden, umgerechnet also rund 1,12 Euro.

10. Anschaffung eines Neugeräts

Je nachdem, wie alt Waschmaschine und Wäschetrockner sind, macht auch der Austausch der Geräte Sinn. Bereits nach wenigen Jahren hat sich die Investition in ein energieeffizientes Modell rentiert. Wer also ohnehin ein Gerät austauschen will oder muss, sollte gleich den einen oder anderen Euro mehr investieren. Diese Zusatzkosten zahlen sich langfristig gleich doppelt und dreifach aus.

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