7 Tipps für eine längere Akkulaufzeit – So geht dem Smartphone nie der Saft aus

Das Smartphone ist auf allen Wegen unser täglicher Begleiter. Ob Navigation in der Stadt, Instant Messaging oder Musikhören in der Bahn – das Handy ist ein Dauerbrenner. Zu spüren bekommt das vor allem der Akku, der bei vielen Smartphone-Nutzern gleich mehrmals am Tag geladen werden will.

7 Tipps für eine längere Akkulaufzeit – So geht dem Smartphone nie der Saft aus
Bild: Aljndr/shutterstock.com
Leider haben Smartphone-Akkus die Eigenschaft, immer dann in den kritischen Zustand zu wechseln, wenn es gerade besonders ungünstig ist. Mit unseren Tipps hat das ein Ende – denn so hält Ihr Akku länger durch.

1. Bildschirmhelligkeit anpassen

Ähnlich wie bei PC-Monitoren und TV-Geräten ist der größte Energiefresser auch beim Smartphone das Display. Je heller das Display, desto schneller sinkt der Akkustand. Dies liegt vor allem daran, dass der Stromverbrauch überproportional zur Helligkeitsstufe zunimmt. Wer die Bildschirmhelligkeit also nur um ein Viertel reduziert, kann je nach Modell fast 50 Prozent Energie sparen.

Gerade in Innenräumen kann die Bildschirmhelligkeit getrost auf ein Minimum reduziert werden, da moderne Displays auch dann noch eine hervorragende Lesbarkeit garantieren. Bei Smartphones mit Lichtsensor sollte dieser unbedingt genutzt werden, denn mit seiner Hilfe passt sich die Bildschirmhelligkeit automatisch den Lichtverhältnissen an. Das Display schaltet also nur dann auf die höchste Helligkeitsstufe, wenn Sie in der prallen Sonne im Freien unterwegs sind.

2. Den Akku richtig laden

Der Akku ist die Achillesferse jedes Smartphones. Das richtige Ladeverhalten sorgt dafür, dass der Akku seine Kapazität auch nach vielen hundert Ladezyklen noch weitgehend beibehält. Der früher gültige Grundsatz: „Immer vollständig laden und entladen“ ist jedoch längst überholt. Dieser bezog sich nämlich auf Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH), die heute jedoch weitestgehend von Lithium-Ionen (LiIon)-Akkus aus den Smartphones verdrängt wurden. Wer die Leistungsfähigkeit des Akkus erhalten möchte, sollte den Ladestand stets zwischen 20 und 80 Prozent halten. Das Smartphone über Nacht am Netz aufzuladen ist also im Hinblick auf die Schonung des Akkus kontraproduktiv.

3. Apps immer ganz schließen

Die meisten Smartphone-Nutzer neigen dazu, Apps einfach per „Zurück-Funktion“ oder über den Home-Button zu verlassen. Dabei bleiben die geöffneten Apps jedoch im Hintergrund aktiv und verbrauchen Strom. Je nachdem, wie viele Apps im Arbeitsspeicher geöffnet sind, verkürzt dies die Akkulaufzeit dramatisch. Es ist also immer besser, nicht mehr benötigte Apps ganz zu schließen. Auch Apps, die sich beim Start des Smartphones mit aktivieren, sind ein großer Stromfresser. Wer das effektiv verhindern will, lädt sich im jeweiligen App-Store einen „Autorun-Manager“ herunter.

4. 3G statt LTE

Ein ganz spezieller Tipp an alle, die einen Mobilfunkvertrag oder ein Mobilfunkpaket mit geringer Datentransferrate haben: Deaktivieren Sie in den Einstellungen Ihres Smartphones LTE und nutzen Sie stattdessen 3G als Übertragungsstandard, denn LTE zieht deutlich mehr Strom aus dem Akku.

5. Nicht benötigte Verbindungen deaktivieren

Neben der Displayhelligkeit gehören allen Arten von Verbindungen zur Außenwelt zu den größten Stromverbrauchern. Dies betrifft vor allem Wireless-LAN. Ist die Funktion aktiviert, sucht das Smartphone unablässig nach bekannten Netzen und unternimmt Verbindungsversuche. Da sich dies enorm auf die Akkuleistung auswirkt, sollten Sie die WLAN-Verbindung immer dann deaktivieren, wenn Sie unterwegs sind. Abschalten sollten Sie auch GPS, ANT+ und Bluetooth, denn nur in den seltensten Fällen werden diese Verbindungen dauerhaft benötigt. Aktivieren Sie sie also nur, wenn Sport- und Navigations-Apps genutzt werden.

6. Haptisches Feedback deaktivieren

Haptisches Feedback verbessert vielleicht das Nutzererlebnis, kostet jedoch auch Strom. Wer das Maximum aus seinem Smartphone-Akku herausholen möchte, verzichtet auf Vibrationsalarm und auf das haptische Feedback von Apps. Unter dem Menüpunkt „Einstellungen – Töne“ lässt sich die Funktion leicht deaktivieren.

7. Extreme Temperaturen vermeiden

Die chemische Zusammensetzung von Lithium-Ionen-Akkus kann nur in einem speziellen Temperaturbereich optimal funktionieren. Sowohl bei Temperaturen über 40 Grad Celsius als auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nimmt die Leistungsfähigkeit der Akkus dramatisch ab. Im Sommer gehört das Smartphone also in den Schatten und im Winter am besten in die warme Innentasche der Jacke.

Natürlich gibt es trotzdem Situationen, in denen auch die genannten Tipps nicht helfen. Irgendwann ist schließlich jeder Akku am Ende. Für einen solchen Fall hilft eine kleine Powerbank, die genug Saft für zwei bis drei Ladezyklen liefert. Handliche Modelle gibt es im Elektronikhandel bereits für wenig Geld.

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