9 Tipps und Tricks zum Stromsparen im Urlaub

Die Koffer sind gepackt. Das Auto ist startklar. Eigentlich steht dem Urlaubsvergnügen nichts mehr im Wege. Nur noch ein kurzer Rundgang durch die Wohnung, die Rollläden herunterlassen und der Nachbarin den Zweitschlüssel zum Blumengießen überreichen, dann kann es losgehen.

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Aber halt! Viele Urlauber vergessen, dass der Stromzähler auch dann weiterläuft, wenn niemand zuhause ist. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks können Sie unnötigen Stromverbrauch verhindern.

1. Die Heizung ausschalten

In den Sommermonaten ist die Heizung natürlich bereits ausgeschaltet. Wer jedoch sein Brauchwasser durch die Heizanlage erwärmen lässt, sollte diese bei längerer Abwesenheit ausschalten. Schließlich wird das Wasser auch wenn Sie nicht zuhause sind durch die Therme auf die gewünschte Temperatur aufgeheizt, sodass die Therme sowohl Brennstoff als auch Strom frisst. Nicht abschalten sollten Sie die Heizanlage natürlich während eines Skiurlaubs im Rahmen der Heizperiode, da Ihre Wohnräume ansonsten auskühlen und die Leitungen bei starkem Frost platzen können.

2. Den Warmwasserboiler abschalten

Wenn Sie Ihr warmes Wasser mit Hilfe eines elektrischen Warmwasserboilers erhitzen, sollten Sie diesen für die Dauer ihres Urlaubs ebenfalls abschalten. Auch hier sorgt das Warmhalten und stetige Erhitzen des Trinkwassers für unnötigen Energieverbrauch. Nach Ihrem Urlaub sollten Sie den Boiler jedoch kurzzeitig auf seine maximale Stufe stellen, um Erreger wie Legionellen zu beseitigen, die sich möglicherweise gebildet haben.

3. Die Gefriertruhe abtauen

Der Urlaub ist eine gute Gelegenheit zum Enteisen der Kühltruhe. Brauchen Sie vor Ihrer Abreise möglichst alle Lebensmittel auf und tauen Sie die Gefriertruhe ab. Jeder halbe Zentimeter Eis, der sich im inneren befindet, erhöht den Stromverbrauch selbst bei effizienten Geräten um ca. 10 Prozent. Lassen Sie die Tür der Gefriertruhe aber in jedem Fall offenstehen, damit sich während Ihrer Abwesenheit kein Schimmel bildet. Das Einsparpotential ist gerade bei Großgeräten wie der Gefriertruhe besonders groß, denn diese gehören zu den Dauerverbrauchern. Je länger Sie im Urlaub sind, desto eher zahlt sich das Abtauen aus.

4. Dauerverbraucher wie den Kühlschrank abschalten

Ein weiterer Dauerverbraucher ist natürlich der Kühlschrank samt Gefrierfach. Auch hier können Sie die Gunst der Stunde nutzen, um alte Lebensmittel aufzubrauchen und das Gefrierfach abzutauen. Das Einsparpotential ist beim Kühlschrank ähnlich groß wie bei der Gefriertruhe. Lassen Sie auch hier die Tür offenstehen. Damit Sie am Tag Ihrer Rückkehr aus dem Urlaub aber nicht mit knurrendem Magen ins Bett gehen, sorgen Sie am besten für einen ausreichenden Vorrat haltbarer Lebensmittel wie Konserven, Nudeln oder Reis.

5. Auf den Stand-by-Modus verzichten

Der Stand-by-Modus ist ohnehin bereits einer der größten Energiefresser. Seine Multimediageräte während eines zwei- oder dreiwöchigen Urlaubs im Stand-by-Modus laufen zu lassen ist schlicht sinnlos. Es ist schließlich niemand zuhause, der von der Komfortfunktion profitiert. Also ziehen Sie den Stecker von Spielekonsole, Computer, Notebook, Stereoanlage etc. oder nutzen Sie Steckerleisten mit Kippschalter. Auch Netzteile von Smartphone, Zahnbürste oder Halogenlampen sollten Sie vom Strom trennen, um weitere Energie zu sparen.

6. Kleingeräte ganz ausschalten

Wenn Sie durch Ihren Haushalt gehen, werden Sie eine ganze Menge Geräte entdecken, die ihnen auf den ersten Blick gar nicht als Stromverbraucher in den Sinn kommen. Zum Beispiel der Radiowecker im Schlafzimmer, die Kaffeemaschine, die Mikrowelle und der Backofen in der Küche oder der Multi-Funktions-Drucker im Büro. Alle diese Geräte verfügen über Displays, die 24 Stunden am Tag die Uhrzeit anzeigen. Da niemand zuhause ist, der die Uhrzeit ablesen könnte, können Sie auch hier getrost den Stecker ziehen. Auch der Energieverbrauch dieser Mikroverbraucher summiert sich über die Dauer Ihres Urlaubs auf.

7. Den WLAN-Router vom Netz trennen

Hätten Sie gewusst, dass ein moderner WLAN-Router leicht bis zu 20 Watt pro Stunde verbraucht? Da auch diese Geräte im 24-Stunden-Dauerbetrieb laufen, können Sie hier während Ihres Urlaubs Strom sparen. Es nutzt ja niemand die WLAN-Verbindung. Wer allerdings seinen Anrufbeantworter aktiviert lassen möchte, um wichtige Anrufe aufzuzeichnen, sollte das Gerät nicht ganz vom Netz trennen. Hier bietet es sich aber an, zumindest die WLAN-Funktion zu deaktivieren. Diese Einstellung lässt sich leicht im Menü des Routers vornehmen.

8. Im Bedarfsfall Zeitschaltuhren nutzen

Wer ein Aquarium zuhause hat, muss sicherstellen, dass seine Lieblinge auch während der Abwesenheit genügend Licht bekommen. Damit die Lampen des Aquariums nicht dauerhaft brennen und keiner der Nachbarn mit dieser Aufgabe belästigt werden muss, bieten sich Zeitschaltuhren an, die die Beleuchtung nach einer gewissen Zeit wieder automatisch vom Netz trennen. Es kann natürlich auch sein, dass Sie trotz Ihres Urlaubs nicht auf die nächste „Game of Thrones“-Folge verzichten möchten. Auch hier können Sie eine Zeitschaltuhr nutzen, die den Fernseher und das Aufnahmegerät für den Aufnahmezeitraum mit Strom versorgt.

9. Ein letzter Rundgang durch Haus und Hof

Gerade wenn es vor der Abfahrt hektisch wird, vergisst man leicht die eine oder andere Sache. Unternehmen Sie daher einen abschließenden Rundgang durch Ihr Haus, bevor Sie die Türe zuziehen und in den Urlaub aufbrechen. Eine vergessene Lampe, ein noch laufender Fernseher oder ein nicht abgeschalteter Computer können über zwei bis drei Wochen Dauerbetrieb immense Stromkosten verursachen. Der Rundgang dient aber auch Ihrer Sicherheit. Wie oft ist es schließlich schon vorgekommen, dass durch das nicht richtig verschlossene Garagentor oder durch ein gekipptes Fenster Langfinger in die Häuser von Urlaubern eingedrungen sind?

Wie viel Strom kann ich mit diesen Maßnahmen sparen?

Die Höhe der Einsparungen hängt von mehreren Faktoren ab. Zum Beispiel von der Dauer des Urlaubs, der Größe der Immobilie, der Anzahl der im Haushalt wohnenden Personen sowie natürlich auch der Geräteausstattung nebst deren Energieeffizienzklasse. Eine vierköpfige Familie mit einer durchschnittlichen Ausstattung an technischen Geräten kann im Rahmen eines dreiwöchigen Urlaubs aber leicht bis zu 50 Euro sparen. Und diese leicht eingesparten 50 Euro lassen sich um Urlaub natürlich viel besser verwenden!