Akkusparen – Die 10 besten Tipps

Mittlerweile hat jedes Einsteiger-Smartphone mehr Rechenleistung als alle NASA-Computer bei der Mondlandung im Jahr 1969 zusammen. Kein Wunder, dass unser Smartphone jeden Tag beinahe durchgängig zum Arbeiten, Kommunizieren und Spielen im Einsatz ist.

Akkusparen - Die 10 besten Tipps
Bild Tomasz Zajda / stock.adobe.com
Leider haben unsere täglichen Begleiter aber auch die Eigenschaft, ihren Akku im Nu leer zu saugen. Und das sogar dann, wenn das Smartphone aktuell gar nicht genutzt wird. Nicht selten muss das Helferlein gleich mehrmals am Tag an die Stromtankstelle. Aber mit unseren 10 Tipps wird das Akkusparen zum Kinderspiel.

1. Die Display-Helligkeit verringern

Trotz moderner Display-Technologie ist der Touchscreen im Vergleich zu allen anderen Komponenten der mit Abstand größte Stromfresser. Ähnlich wie beim Fernseher oder Computer-Monitor gilt auch hier die Faustregel: je heller das Display, desto höher der Energieverbrauch. Besonders ärgerlich: Ein großer Teil der Energie wird dabei auch noch sinnlos in Wärme umgewandelt. Die Lösung ist einfach: Bildschirmhelligkeit reduzieren.
In der Regel reicht in Innenräumen selbst die niedrigste Stufe auf der Helligkeitsskala aus, um das Display sehr gut ablesen zu können. Auch draußen genügen 75 Prozent Bildschirmhelligkeit. Bereits die Senkung um 25 Prozent hilft spürbar beim Akkusparen. Noch besser sind Smartphones, die über einen integrierten Helligkeitssensor verfügen und die Bildschirmhelligkeit gemäß den vorgegebenen Energiespareinstellungen automatisch regulieren.

2. Parallax-Effekte deaktivieren

Apple ist dafür bekannt, seinen Nutzern allerhand Eyecandy zu bieten. Allerdings geht es häufig zulasten des Akkus. Wem das Akkusparen am Herzen liegt, der schaltet die Parallax-Effekte ab. Diese grafischen Verschönerungen der Benutzeroberfläche sind zwar schön anzusehen, verbrauchen jedoch auch eine Menge Rechenleistung. Gerade Heavy-User, bei denen das Display ständig glüht, werden den Unterschied bemerken und vielleicht sogar mit nur einer Ladung pro Tag auskommen.

3. Nicht genutzte Apps beenden

Ja, es ist super, wenn sich Apps in Sekundenschelle öffnen und sich direkt nutzen lassen. Am besten noch an dem Punkt, an dem man zuvor rausgetabbt ist. Dieser Luxus kostet aber eine Menge Energie, denn genauso wie bei jedem normalen Computer verbrauchen die im Hintergrund laufenden Programme alle Ressourcen in Form von Arbeitsspeicher und Prozessorlast.
Und je mehr Apps im Hintergrund laufen, desto höher ist auch der Akkuverbrauch – selbst dann, wenn das Smartphone nicht genutzt wird. Um die maximale Laufzeit aus dem Akku herauszukitzeln, sollten nicht mehr benötigte Apps immer vollständig durch das Wischen zur Seite bzw. nach oben komplett geschlossen werden.

4. Automatische „Updates im Hintergrund“ abschalten

Auch im Hintergrund ausgeführte Updates sind eine praktische Komfortfunktion. Wer will schon dabei zusehen, wie sich das Smartphone quälend langsam aktualisiert, während man eigentlich eine spezielle App nutzen möchte? Allerdings bezahlen Smartphone-User auch diesen „Luxus“ mit Akkulaufzeit. Beim Akkusparen ist das natürlich hinderlich. Neigt sich der Energiebalken langsam dem Ende entgegen, sollte der Punkt „Hintergrundaktualisierung“ in den allgemeinen Einstellungen deaktiviert werden.

5. Auf GSM zurückschalten

Schnelles Internet ist unterwegs eine super Sache, wird allerdings auch nicht immer benötigt. Wer dennoch standardmäßig 4G als Übertragungsstandard aktiviert lässt, darf sich nicht darüber wundern, wenn sich der Akku wie von Zauberhand leert. Besteht also ohnehin über das heimische WLAN-Netz eine hervorragende Verbindung zum Surfen, kann die mobile Datenverbindung auch gleich ganz abgeschaltet werden.
Viele Smartphones bieten sogar eine Option, die diese Regelung automatisch vornimmt. Besteht unterwegs einmal kein Bedarf nach mobilem Internet, kann die Netznutzung auch auf den sparsamen GSM-Standard zurückgesetzt werden. Allerdings sind dann nur Anrufe und SMS möglich.

6. Das WLAN abschalten

Dass das Abschalten des WLANs beim Akkusparen hilft, wissen eigentlich die meisten Smartphone-Nutzer. Nichtsdestotrotz halten sich die wenigsten daran und sehen lieber dabei zu, wie der minütliche Versuch, sich vergeblich mit einem erreichbaren Netzwerk zu verbinden, den Akku Prozent für Prozent leer saugt. Ist kein bekanntes WLAN-Netz in Reichweite oder wird die Funktion zum Beispiel während einer Fahrradtour nicht benötigt, gehört auch dieser Verbindungsstandard mit einem Fingertipp abgeschaltet.

7. GPS-Standortbestimmung und Bluetooth deaktivieren

Was für die Wireless-LAN-Verbindung und das mobile Internet gilt, gilt natürlich auch für die GPS-Standortbestimmung. Ist sie für die Navigation nicht zwingend erforderlich, ist diese zugunsten einer höheren Lebensdauer des Akkus auch verzichtbar. Ebenso schaut es mit der Bluetooth-Verbindung aus, wenn nicht gerade Kopfhörer, Soundbar oder Herzfrequenzmesser gekoppelt sind. Sie frisst zwar nicht besonders viel Strom, zusammen mit dem deaktivierten GPS, dem abgeschalteten WLAN und unseren anderen Tipps macht sich dies beim Akkusparen aber deutlich bemerkbar.

8. Eine Stromspar-App nutzen

Der Mensch ist bequem. Das ist auch der Grund dafür, warum es bei den meisten Nutzen mit dem Stromsparen beim Smartphone eher schlecht als recht funktioniert. Wie gut, dass es im App-Store zahlreiche nützliche Helferlein gibt, die die genannten Einstellungen auf einen einzigen Klick selbst vornehmen. Und das ohne langes Suchen in verschachtelten Menüs. Stromspar-Apps helfen zudem dabei, verborgene Stromfresser zu enttarnen, zu beseitigen und zudem blockierte Ressourcen freizugeben.

9. Kälte und Hitze setzen dem Akku zu

Gerade jetzt im Sommer sollte niemand, der auf das Akkusparen aus ist, sein Smartphone in der prallen Sonne liegen lassen. Die hier entstehenden Temperaturen von deutlich über 50 Grad bringen nicht nur Mensch und Tier ins Schwitzen, sondern sind für den Smartphone-Akku mindestens genauso unangenehm. Immerhin verlieren Lithium-Ionen-Akkus durch den Einfluss der Hitze auf die Akkuchemie bei Temperaturen über 50 Grad bereits deutlich an Kapazität. Noch dramatischer wird es ab 60 Grad Celsius, ein Wert, der an einem wolkenfreien Sommertag vor allem zur Mittagszeit leicht erreicht wird.
Auch bei Minusgraden im Winter leidet die Akkuchemie und damit die Akkukapazität. Spätestens bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gehört das Smartphone möglichst warm verpackt in die Innentasche einer Jacke und nicht etwa in die Außentasche eines Rucksacks, der wesentlich schneller auskühlt. Wer mag, kann seinem Smartphone auch eine stylische Handysocke verpassen. Das sieht zwar nicht immer „hip“ aus, schützt aber effektiv gegen Kälte.

10. Das Smartphone auch einmal stecken lassen

Laut aktuellen Statistiken schaut die eifrigste Nutzergruppe (18 bis 24 Jahre) täglich im Schnitt 56 Mal auf das Smartphone. Diese Zahl mag einige erschrecken, spiegelt aber ganz gut die Realität wieder, die sich beim Verlassen des Hauses bietet. Überall sitzen und gehen Menschen, die mit gebeugtem Nacken auf das Display starren, aus Langeweile auf dem Telefon herumdaddeln oder zwanghaft alle zwei Minuten auf dem Display nach der Uhrzeit sehen.
Bei allen technisch optimierbaren Stromfressern ist die ausufernde Benutzung die mit Abstand größte Stromsünde. Wer also nicht bei jeder Gelegenheit zwanghaft auf das Display schaut, sondern auch einmal den Blick in die Landschaft schweifen lässt, sich zur Abwechslung mit Menschen unterhält oder sich selbst dazu verpflichtet, nicht jede Nachricht gleich zu lesen, verlängert die Akkukapazität enorm.

Manchmal ist ein Smartphone jedoch wirklich nicht mehr zu retten und das Akku-Problem nur durch den Kauf eines neuen Handys zu lösen. Dann lohnt sich ein Blick auf die Smartphone-Prämien von lifestrom.