Aus welchen Quellen stammt Ökostrom?

Bundesweit liegt der Anteil der Privathaushalte, die derzeit auf Ökostrom setzen, bei rund 22 Prozent. Damit hat sich der Marktanteil des sauberen Stroms im Vergleich zum Jahr 2010 beinahe vervierfacht.

Aus welchen Quellen stammt Ökostrom?
Bild: hfzimages/shutterstock.com
Parallel zur Ökostromnachfrage hat jedoch auch das Bewusstsein der Menschen für nachhaltige Energien zugenommen. Und so ist es auch kein Wunder, dass sich immer mehr Bundesbürger fragen, aus welchen Quellen der Ökostrom in Deutschland eigentlich gewonnen wird.

1. Windkraft

Der Schein der wie Pilze aus dem Boden sprießenden Windkraftanlagen trügt nicht. In Deutschland stammt nämlich der größte Teil des Ökostroms tatsächlich aus Windenergie. Die Generatoren der Windparks sorgten dabei alleine im Jahr 2016 für rund 79,8 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Das entspricht in etwa 12,3 Prozent der Gesamtstromerzeugung von gut 648 Milliarden kWh. Der Grund für die Dominanz der Windenergie liegt auf der Hand. Einerseits verfügt Deutschland über eine windige Küstenregion und andererseits über zahlreiche Mittelgebirge, an deren Kämmen sich nutzbringende Winde in elektrische Energie umwandeln lassen.

2. Biomasse

Auf Platz zwei der Ökostromquellen liegt hierzulande nicht etwa die Photovoltaik, sondern die Biomasse. Bioenergie kann dabei grundsätzlich aus organischen Abfällen aus der Landwirtschaftgewonnen werden. Dazu gehören unter anderem Holz, Reststoffen aus der Agrarindustrie wie zum Beispiel Getreidestroh sowie aus Energiepflanzen wie Raps. Die Stromgewinnung geschieht in der Regel durch die Verbrennung der Biomasse, die aus der Biomasse gewonnen werden. So sammeln zahlreiche Landwirte bereits das von ihren Viehherden abgesonderte Methan und betreiben damit kleine Biogaskraftwerke, deren Strom in das Netz eingespeist wird. Im Jahr 2016 betrug der Biomasseanteil an der Stromgewinnung mit 51,7 Milliarden Kilowattstunden rund 8 Prozent.

3. Solarenergie

Da Deutschland im Vergleich zu Ländern wie Spanien deutlich weniger von der Sonne verwöhnt wird, spielt die Solarenergie hierzulande auch eine geringere Rolle im Ökostrommix. Dennoch existieren vor allem in der Südhälfte der Republik zahlreiche Solarparks und private Photovoltaikanlagen, sodass alleine 2016 immerhin 38,3 Milliarden kWh zusammenkamen – Tendenz steigend. Gemessen an der Gesamtstromerzeugung entspricht dies einem prozentualen Anteil von gut 6 Prozent.

4. Wasserkraft

Anders als in Norwegen, wo die Wasserkraft gut 98,5 Prozent des Stroms erzeugen, ist der Anteil in Deutschland ungleich kleiner. Im vergangenen Jahr betrug dieser mit 21,5 Milliarden Kilowattstunden gute 3,3 Prozent an der Gesamtstromerzeugung. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Wasserkraft in Zukunft auch hierzulande an Bedeutung gewinnen wird, wenn neben den Atommeilern auch die Kohlekraft verschwinden soll. Während andere Länder diese Lücke leicht über Photovoltaik (z.B. Spanien) oder Geothermie (z.B. Island) füllen können, sind in Deutschland beide Ökostromquellen entweder zu unbeständig, zu teuer oder nicht ertragreich genug. Folglich macht das Ausweichen auf Wasserkraftwerke an Talsperren Sinn. Zudem können Pumpspeicherkraftwerke dabei helfen, regenerativen Strom effektiver zu speichern, sodass dieser dann genutzt werden kann, wenn er gebraucht wird.

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