Der Energiemix im Wandel der Zeit

Ohne elektrischen Strom ist das moderne Leben – wie wir es heute kennen – unmöglich. Und so liegt es auf der Hand, dass der Stromverbrauch auch in Deutschland auf einem konstant hohen Niveau liegt.

Der Energiemix im Wandel der Zeit
Bild: woottigon/shutterstock
Alleine im Jahr 2016 wurden hierzulande 648 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Trotz der fortschreitenden Digitalisierung und Elektrifizierung ist der Stromverbrauch 2016 im Vergleich zum Vorjahr bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum von rund 1,8 Prozent um gut 0,4 Prozent gesunken. Im Gegenzug hat sich auch der CO2-Ausstoß der Stromerzeuger um 1,6 Prozent reduziert. Zu verdanken haben wir diese Entwicklung effizienterer Technologie und natürlich auch den erneuerbaren Energien, die mittlerweile fast 30 Prozent des Energiemix ausmachen.

Woher kommt mein Strom?

Die aktuellen Zahlen belegen, dass die Energiewende auf einem guten Weg ist. Viele Stromkunden stellen sich aber dennoch die Frage, wo ihr eigener Strom herkommt und ob es sich dabei wirklich um Strom aus erneuerbaren Energieträgern handelt. Grundsätzlich ist es zunächst einmal so, dass in jedem deutschen Haushalt der gleiche Strom aus der Steckdose fließt, zumal die Belieferung einzelner Haushalte mit dem Strom einzelner Anbieter jeweils ein eigenes Stromnetz voraussetzen würde. Die Belieferung eines Münchner Haushalts mit Windstrom direkt von der Nordsee würde somit Unsummen kosten. Damit ist der Strom aus der Steckdose das exakte Spiegelbild des Energiemix in Deutschland.

Nichtsdestotrotz haben Verbraucher in Deutschland einen großen Einfluss, denn der Energiemix jedes einzelnen Stromanbieters setzt sich anders zusammen. Wer also beispielsweise besonderen Wert auf erneuerbare Energieträger zur Stromerzeugung legt, schließt seinen Versorgervertrag bei einem Stromanbieter ab, der zertifizierten Ökostrom einkauft oder selbst Windparks, Biogas- oder Wasserkraftwerke betreibt. Auch wenn überall der gleiche Strom aus der Steckdose kommt, fließt das Geld umweltbewusster Verbraucher zielgerichtet in den Ausbau der erneuerbaren Energien. Da Stromanbieter der Kennzeichnungspflicht für die Zusammensetzung ihrer Energieträger nach § 42 EnWG unterliegen, haben es Stromkunden heute besonders einfach, den passenden Versorger zu finden.

Was versteht man unter dem „Energiemix“?

Der Energiemix, der oft einfach auch Strommix genannt wird, ist nichts anderes als die anteilige Zusammensetzung des in Deutschland erzeugten Stroms. Zusätzlich zum Energiemix für die gesamte Bundesrepublik hat auch jeder einzelne Stromanbieter seinen individuellen Energiemix. Typischerweise wird bei der Zusammensetzung zwischen konventionellen Energieträgern und den erneuerbaren Energien unterschieden. Während der konventionelle Block Strom aus Braunkohle, Steinkohle, Erdgas, Erdöl und Kernenergie umfasst, gehören Wasser- und Windkraft sowie Photovoltaik und Biomasse zu den regenerativen Energieträgern.

Der Energiemix hat sich im Laufe der vergangenen 25 Jahre stark verändert. Stammten Anfang der 1990er-Jahre nicht einmal drei Prozent des Stroms aus regenerativen Energien, sind es aktuell im Durchschnitt bereits 29,5 Prozent. Zugunsten des Ökostroms ist vor allem der Anteil der Steinkohle sowie der Kernenergie aus Umwelt- und Klimaschutzgründen massiv gesunken. Damit ist der Energiemix auch ein Spiegelbild der Wirtschafts- und Energiepolitik Deutschlands und einzelner Stromversorger wie E.ON.

E.ON steht im innerdeutschen Vergleich hervorragend da
Kaum drei Jahrzehnte ist es her, da setzte man bei E.ON noch zu über 99 Prozent auf konventionelle Energieträger. Ein Anteil von

  • 49,9 Prozent Braun- und Steinkohle,
  • 36,6 Prozent Kernenergie,
  • 11,2 Prozent Erdgas
  • und 1,7 Prozent sonstiger fossiler Energieträger sorgte für eine aus heutiger Sicht schlechte Schadstoff- und Klimabilanz. Unter dem Strich schlugen CO-Emissionen von 542 Gramm pro Kilowattstunde zu Buche. Hinzu kamen 0,001 Gramm radioaktiver Abfall pro Kilowattstunde Strom.

    Heute hat sich das Bild bei E.ON durch das zunehmende Klimabewusstsein und die schrittweise Abschaffung der Kernenergie deutlich gewandelt. Zu verdanken ist sowohl die Halbierung des radioaktiven Abfalls auf 0,0005 Gramm pro Kilowattstunde als auch die annähernde Halbierung der CO2-Emissionen auf 281 Gramm pro Kilowattstunde Strom aber auch der Nachfrage der Verbraucher nach sauberem Strom. Und so setzt sich der Energiemix von E.ON bereits heute aus 48,5 Prozent erneuerbaren Energieträgern zusammen, wobei 44,4 Prozent aus der EEG-Umlage finanziert werden. Der Anteil der konventionellen Energieträger Kohle (25,8 Prozent), Kernenergie (19,8 Prozent) und Erdgas (5,8 Prozent) ist damit in den letzten 25 Jahren stark zusammengeschmolzen.

    Insbesondere im Vergleich zum gesamtdeutschen Energiemix steht E.ON somit hervorragend da, denn vor allem die CO2-Emissionen liegen im Durchschnitt aller Energieversorger noch immer bei 471 Gramm pro Kilowattstunde Strom. Zurückzuführen ist dieser Wert vor allem darauf, dass noch immer 41,8 Prozent des deutschen Stroms aus Kohle gewonnen werden. Es ist aber kein Geheimnis, dass sich der Energiemix auf dem Weg zum Ziel einer größtenteils klimaneutralen Energieversorgung noch deutlich verändern muss. Im globalen Vergleich sind sowohl E.ON als auch Deutschland jedoch bereits zum aktuellen Zeitpunkt bestens aufgestellt.

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