Die 10 größten Energiefresser im Haushalt

Der Strompreis in Deutschland ist nicht zuletzt durch Steuern und Abgaben so hoch wie in kaum einem anderen Land. Im Strompreisranking der Industriestaaten belegt die Bundesrepublik nach Dänemark gar den zweiten Rang. Neben dem Wechsel des Stromanbieters bietet es sich natürlich auch an, die größten Energiefresser im Haushalt zu enttarnen und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Überraschenderweise sind es aber nicht nur Fernseher, Computer und die Spielekonsole, die in der Jahresabrechnung unangenehm auffallen, sondern oft auch eher unscheinbare Geräte, die nicht jedem sofort in den Sinn kommen.

1. Alte Heizungsanlagen

Wer hat schon beim Gedanken an seine Heizung im Kopf, dass diese nicht nur Gas, Öl oder Pellets in Energie umwandelt, sondern auch noch eine ganze Menge Strom verbraucht? Vor allem ältere Heizungsanlagen mit betagten Heizpumpen, die für die Zirkulation des Wassers im System verantwortlich sind, können im Jahr leicht weit mehr als 500 Kilowattstunden Strom verbrauchen. Der Wechsel zu einem energieeffizienten Brennwertkessel zahlt sich also doppelt aus.

2. Gefrier- und Kühlgeräte

Auch Kühlschränke und Gefriertruhen gehören zu den stillen, aber heimlichen Energiefressern in deutschen Haushalten. Im Gegensatz zu anderen „Verdächtigen“ laufen diese schließlich 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr. Abhilfe verschafft neben der Anschaffung energieeffizienter Geräte eine vernünftige Temperaturregulation. Während 7 Grad Celsius für den Kühlschrank ausreichend sind, tun es im Fall der Kühltruhe minus 18 Grad.

3. Wäschetrockner

Der Wäschetrockner hat insbesondere bei Familien mit Kindern einen großen Einfluss auf die Stromrechnung. Nicht selten laufen die Geräte mehrmals pro Woche für jeweils mehrere Stunden, sodass sich leicht ein Verbrauch von 400 Kilowattstunden pro Jahr ergibt. Sowohl die Energieeffizienzklasse als auch das effiziente Beladen sparen hier bares Geld.

4. E-Herde

Die Energieeffizienz von Kochstellen hat sich durch die Entwicklung von Ceran- und Induktionskochfeldern deutlich verbessert. Nichtsdestotrotz kann auch der Elektroherd um die 400 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen. Einfache Tricks, wie das Vorerwärmen des Kochwassers mit dem Wasserkocher oder die konsequente Verwendung von Deckeln verschaffen Abhilfe.

5. Waschmaschinen

Wo viel getrocknet wird, wird selbstverständlich auch viel gewaschen. So summiert sich der Stromverbrauch von Waschmaschinen bei Familien mit kleinen Kindern leicht auf über 250 Kilowattstunden. Wer seine Wäsche bei maximal 60 Grad wäscht und die Trommel stets füllt, hat großes Einsparpotenzial.

6. Geschirrspüler

Das praktische Gerät ist aus keiner Küche mehr wegzudenken. Dennoch gehört der Geschirrspüler mit einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von rund 240 Kilowattstunden ebenfalls zu den Großverbrauchern. Auch hier lässt sich durch das vollständige Befüllen und das Absenken der Wassertemperatur viel Strom sparen.

7. Beleuchtung

Durch die Verbreitung von Energiesparlampen hat die Beleuchtung im Ranking der größten Energiefresser bereits einige Plätze verloren. Nichtsdestotrotz gehört dieser Posten immer noch zu den größeren im Haushalt. Wer langfristig Geld sparen und dabei trotzdem nicht im Dunkeln sitzen möchte, investiert in die extrem effiziente LED-Beleuchtung. Diese hält zudem länger und rechnet sich durch den massiven Minderverbrauch oft schon nach nicht einmal einem Jahr.

8. Computer, Drucker und Co

Auf Platz acht, und damit deutlich weiter hinten, als die meisten Menschen es erwarten würden, landet der Computer samt Peripherie. Dies liegt unter anderem daran, dass Prozessoren, Grafikchips und Bildschirme mittlerweile mit intelligenten Energiesparmodi ausgestattet sind und somit nicht unnötig Strom verbrauchen. Dennoch lässt sich mit Hilfe von Alternativgeräten, abschaltbaren Mehrfachsteckern oder durch das Abschalten des WLANs in der Nacht weitere Energie einsparen.

9. TV- und Multimediageräte

Auch der Stromverbrauch von TV-Geräten und Spielekonsolen ist deutlich geringer als gedacht, denn diese befinden sich in den meisten Haushalten nicht im Dauerbetrieb. Dennoch verbrauchen leitungsstarke Konsolen und immer größer werdende Flatscreens sehr viel Energie. Moderne TV-Geräte verfügen jedoch über Energiesparmodi, die den Fernsehgenuss kaum merklich beeinflussen, den jährlichen Stromverbrauch aber sehr wohl.

10. Stand-by-Modus

In deutschen Haushalten befinden sich immer mehr elektronische Geräte mit Stand-by-Modus. Hinzu kommen unzählige Netzteile von Mobilgeräten, die dauerhaft eingesteckt bleiben und dabei ebenfalls minimale Strommengen verbrauchen. Unter dem Strich summiert sich dieser Verbrauch zu einem unerwartet großen Posten auf. Umso ärgerlicher ist dieser, da auf diese Weise für Strom bezahlt werden muss, der den Bewohnern keinen nennenswerten Mehrwert liefert. Auch hier verschaffen abschaltbare Mehrfachsteckdosen, Funkschalter und das konsequente Ausstecken von Netzteilen Abhilfe.

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