Ein gemütliches Zuhause mit LED-Licht

Licht ist für uns Menschen beinahe so wichtig wie der Sauerstoff zum Atmen. Von der Beschaffenheit des Lichts hängt aber nicht nur unser Tagesablauf und unserer geistiger Aktivitätsgrad, sondern auch unsere Stimmung ab.

Ein gemütliches Zuhause mit LED-Licht
Bild: Chones/shutterstock.com
Kein Wunder also, dass das Licht auch bei der Gestaltung eines gemütlichen Zuhauses eine entscheidende Rolle spielt. Dank sparsamer LED-Technologie können wir heute unsere individuellen Beleuchtungsträume auch ohne den angstvollen Blick auf die Stromrechnung realisieren. Worauf aber ist beim Kauf von LED-Leuchtmitteln zu achten und mit welchen Kniffen werden die eigenen vier Wände besonders gemütlich?

Technische Unterschiede zwischen LEDs und Glühlampen beachten

Die technischen Vorteile von LEDs liegen klar auf der Hand. Im Quervergleich sowohl zur bereits verbotenen Glühlampe als auch zu Halogenleuchtmitteln verbrauchen sie nur einen Bruchteil des Stroms, da deutlich weniger Energie in Form von Wärme verloren geht. Hinzu kommt die extreme Langlebigkeit von rund 50.000 Schaltzyklen. Damit rechnen sich die höheren Anschaffungskosten unter dem Strich in jedem Fall. Allerdings sollten auch die richtigen LEDs gekauft werden, denn eine Leuchtdiode unterscheidet sich technisch deutlich von anderen Leuchtmitteln.

Der wohl augenfälligste Unterschied ist der Abstrahlwinkel. Während Glühlampen und anderweitige Energiesparleuchtmittel in sogenannter Kerzenform das Licht gleichmäßig streuen, ist das Licht bei LEDs gebündelt. Um einen Raum gleichmäßig mit einer Deckenleuchte auszuleuchten, eignet sich nicht jede LED. Daher ist vor dem Kauf unbedingt auf den sogenannten Halbwertswinkel zu achten. Der Halbwertswinkel gibt den Winkel des Lichtkegels an, bis zu dem die Lichtstärke des Leuchtmittels noch die Hälfte ihres Maximums beträgt. Bei einer LED, die einer Lichtstärke von 600 Lumen entspricht, wären dies also 300 Lumen.

In der Praxis empfiehlt sich für eine flächige Deckenbeleuchtung ein Halbwertswinkel von 120 Grad. Wer mit Spots gezielte Akzente setzen möchte, für den eignen sich LED-Leuchtmittel mit einem Halbwertswinkel zwischen 35 und 40 Grad. Aufschluss über den Abstrahlwinkel gibt die Verpackung.

Die richtige Stimmung mit der richtigen Farbtemperatur dank LED-Licht

Während man den LEDs früher noch zu Recht vorgeworfen hat, dass sie ein kaltes und ungemütliches Licht erzeugen, ist diese Ansicht längst überholt. Dank des technischen Fortschritts gibt es LEDs heute nicht nur in unzähligen Farben und Formen, sondern auch in verschiedensten Farbtemperaturstufen, mit denen sich das Raumklima gestalten lässt. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang grob auch von Warmweiß, Neutralweiß und Tageslichtweiß, wobei die Farbtemperatur in Kelvin angegeben wird. Warmweiß beispielsweise liegt in einem Bereich von unter 2.700 bis 3.300 Kelvin und lässt sich mit dem späten Tageslicht vergleichen.

Da es durch seine spezifische Lichttemperatur eine gemütliche Atmosphäre schafft, eignen sich LEDs in diesem Farbtemperaturbereich ideal für das Schlafzimmer aber auch zur Teilausstattung des Wohnzimmers. Tageslichtweiß, das sich in einem Farbtemperaturbereich von über 5.300 Kelvin aufhält, kommt dem Tageslicht sehr nahe und fördert die Konzentration. Damit ist es prädestiniert für den Einsatz im Arbeitszimmer oder in Büroräumen in Unternehmen.

Leuchtmittel im Farbtemperaturbereich zwischen 3.300 und 5.300 Kelvin werden als Neutralweiß bezeichnet und lassen sich flexibel einsetzen. Je nachdem, welche Lichtstimmung tendenziell gewünscht ist, sollte die Kelvinzahl höher oder niedriger sein. Auch hier verschafft ein Blick auf die Verpackung Abhilfe.

Mit indirektem Licht und Farbvarianz zur Wohlfühlatmosphäre

Wir Menschen mögen natürliche Lichtquellen mit ihrem leicht diffusen Licht. Rein evolutionär sind wir schließlich die Sonne und keine Spot-Strahler gewohnt. Mit Hilfe der Installation von indirekter Beleuchtung holen wir dieses diffuse Licht in unsere vier Wände. Hinter Vorsprüngen oder unter Möbeln versteckte LED-Leisten sind wahre Stimmungsmacher und lassen sich vor allem in Wohnräumen, in denen es auf Gemütlichkeit ankommt, hervorragend einsetzen.

Wer es besonders abwechslungsreich mag oder auch für den zukünftigen Einrichtungswechsel gerüstet sein will, greift gleich zu Multi-Farb-LEDs. Dank einer Fernbedienung verändert sich die Raumfarbe auf Knopfdruck von einem warmen weiß wahlweise in ein romantisches Rot oder ein entspannendes Dunkelblau.

Unabhängig davon, welchen Zweck die LED-Leuchtmittel erfüllen, sollte aber auf den CRI-Wert geachtet werden. Dahinter verbirgt sich der Farbwiedergabeindex, der angibt, wie gut sich Farben im Licht des Leuchtmittels auf einer Skala von 1-100 unterscheiden lassen. Ein schlechter CRI-Wert, wie ihn viele Energiesparleuchten aufweisen, hat beispielsweise zur Folge, dass die Haut besonders blass wirkt. Gute Leuchten für ein gemütliches Zuhause bewegen sich im Bereich von mindestens 75-80 auf der CRI-Skala.

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