Energieeffiziente Haushaltsgeräte – Warum sich die Anschaffung lohnt

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Eltern ihre Kinder mit Blick auf die Stromrechnung dazu ermahnten, das Licht nicht zu lange brennen zu lassen. Durch das Aufkommen immer neuer Elektronikartikel bezieht sich die Mahnung der Eltern heute nicht mehr nur auf das Licht, sondern meist auf Computer, Fernseher und Spielekonsolen.

Natürlich verbrauchen all diese Geräte je nach Nutzungsumfang eine Menge Energie. Allerdings rangiert die Unterhaltungselektronik hinsichtlich des jährlichen Stromverbrauchs weit hinter den typischen Haushaltsgeräten. Wer also wirklich Strom sparen will, sollte dort den Hebel ansetzen.

Die größten Stromfresser im Haushalt

Auch wenn es viele Menschen überraschen mag, so sind es nicht Computer, Fernseher und Co., die die Stromrechnung massiv beeinflussen, sondern unsere Haushaltsgroßgeräte. Der Grund dafür liegt auf der Hand, denn bei Geräten wie:

  • Kühlschränken
  • Gefriertruhen
  • Backöfen
  • Herde
  • Geschirrspülmaschinen
  • Wäschetrocknern
  • Waschmaschinen oder
  • Durchlauferhitzern
  • handelt es sich um Geräte, die mit viel Energieaufwand Wärme oder Kälte erzeugen. Gerade bei Familien, die wahre Berge an Wäsche waschen müssen, die Geschirrspülmaschine häufig verwenden und zudem jeden Tag frisch kochen, ist der Energieverbrauch der Haushaltsgeräte besonders groß.

    Geld sparen, ohne auf Lebensqualität zu verzichten

    Ein älterer Wäschetrockner verbraucht für einen einzigen Durchgang rund 4 kW/h. Dies entspricht bei einem durchschnittlichen Preis von 28 Cent pro kW/h immerhin 1,12 Euro. Bei nur drei Wäscheladungen in der Woche entstehen jährliche Kosten von 174,72 Euro. Nicht viel besser sieht die Situation auch bei anderen Geräten älteren Datums aus. Dazu gehören auch Kühl- und Gefrierschränke, die im 24-Stunden-Dauerbetrieb laufen.

    Wird der alte Trockner, der nach heutigen Maßstäben der Effizienzklasse D entspricht, nun gegen ein moderneres Modell mit einer höheren Energieeffizienzklasse (z.B. A+) ausgetauscht, halbiert sich der Stromverbrauch auf 2 kW/h pro Trocknungsdurchgang. Damit reduzieren sich die Stromkosten für den Luxus eines Wäschetrockners auf 87,26 Euro – und das ganz ohne die Wäsche per Hand im Garten aufzuhängen. Dieses Beispiel lässt sich beliebig auf andere in die Tage gekommene Haushaltsgeräte übertragen.

    Wann sich das Austauschen der Haushaltsgeräte lohnt?

    Es macht natürlich wenig Sinn, ein tadellos funktionierendes Haushaltsgerät ohne Not auszutauschen. Schließlich dauert es auch eine Weile, bis sich die Investition in ein energieeffizienteres Gerät amortisiert hat. Ein günstiger Wäschetrockner im Bereich der Energieeffizienzklasse A+ kostet beispielsweise rund 400 Euro. Bei der angenommenen Einsparung dauert es also fast fünf Jahre, bis sich diese in barer Münze auszahlt. Da qualitativ hochwertige Geräte aber leicht 8 bis 12 Jahre ihren Dienst verrichten, lohnt sich die Anschaffung langfristig in jedem Fall. Sobald also ein betagtes Gerät seinen Geist aufgibt, ist die Anschaffung eines energieeffizienten Ersatzes absolut sinnvoll.

    Augen auf beim Gerätekauf

    Wer herausfinden möchte, wie hoch das persönliche Einsparpotenzial ist, wirft am einfachsten einen Blick auf die Homepage des Herstellers der eigenen Großgeräte. So lassen sich die Verbräuche von Alt- und Neugeräten am besten gegenüberstellen. Beim Kauf sollten Sparfüchse allerdings auch auf die Verhältnismäßigkeit achten. Oftmals ist es nämlich so, dass Geräte mit der Energieeffizienzklasse A++ deutlich teurer sind als Geräte der Klasse A+. Im Gegenzug steht die zusätzliche Ersparnis aber nicht unbedingt im Verhältnis zum Aufpreis. Genaues Nachrechnen lohnt sich hier also doppelt.