Explodierende Bildschirmzeit im Alltag – Sind wir alle smartphonesüchtig?

Insgeheim wissen wir es doch alle: Wir kleben täglich viel zu lange am Bildschirm unseres Smartphones und anderer Geräte. Wie viel „Bildschirmzeit“ dabei insbesondere beim Smartphone zusammenkommt, überrascht die meisten Zeitgenossen dann doch.

Explodierende Bildschirmzeit im Alltag – Sind wir alle smartphonesüchtig?
Quelle: adobe.stock.com/Rawpixel.com
Ausgerechnet Apple und Google haben nun Funktionen in die neuesten Versionen ihrer mobilen Betriebssysteme eingebaut, um die Bildschirmzeit zu analysieren. Also: Karten auf den Tisch! Wie viel Zeit verbringen wir täglich am Smartphone? Wofür nutzen wir es? Und gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen? Wir haben die Antworten.

Smartphones blasen zu Attacke auf das Fernsehen

Laut aktuellen Zahlen liegt die durchschnittliche Mediennutzungsdauer hierzulande bei 585 Minuten pro Tag. Davon macht das Fernsehen mit 217 Minuten, also 3:37 Stunden noch den Löwenanteil aus. Allerdings holt das Smartphone in großen Schritten auf. Was meinen Sie, wie viel Zeit verbringen wir pro Tag im Schnitt mit dem Smartphone?
A: Eine Stunde
B: Zwei Stunden
C: Drei Stunden
D: Über drei Stunden

Sie ahnen es bereits. Richtig ist erschreckenderweise Antwort D. Genau genommen sind es 215 Minuten, also 3:25 Stunden, womit das Smartphone nur zwei Minuten hinter dem Fernseher rangiert. Und das ist nur die Bildschirmzeit, in der wir auch tatsächlich den Blick auf das Smartphone richten. Längere Telefonate, bei denen der Bildschirm ausgeschaltet ist, sowie der Konsum von Musik und Hörbüchern sind in diesem Wert nicht berücksichtigt.

Die Generation „Head-down“

Gut, wir müssen ein wenig relativieren. Es handelt sich um einen Durchschnitt, bei dem die jüngere Generation den Schnitt ganz gewaltig nach oben zieht. Aber auch, wer nicht stundenlang auf Facebook surft, Bilder auf Instagram postet und Spielchen spielt, kommt auf eine Menge Bildschirmzeit. Und das liegt nicht zuletzt daran, dass wir das Smartphone in Leerlaufphasen beinahe reflexartig zücken. Und sei es nur, um alle paar Minuten auf die Uhr zu schauen.
Eine Studie von „Deloitte“ beweist, dass Smartphone-Nutzer in Deutschland ihr Gerät durchschnittlich 30 Mal am Tag aktivieren. In der Gruppe der 14- bis 24-Jährigen sind es gar 56 Aktivierungen – wohlgemerkt im Schnitt. Bei Heavy-Usern liegen die Zahlen weitaus höher. Bei all der Zeit, die wir am Smartphone verbringen, stellt sich natürlich die Frage, wofür diese Zeit überhaupt draufgeht

Wofür nutzen wir unsere Smartphones im Alltag?

Genau dazu hat das Telekommunikationsunternehmen Telefónica eine Befragung unter Smartphone-Nutzern durchgeführt. Auf die Frage hin, auf welche Anwendungen sie im Alltag zu gar keiner Zeit verzichten möchten, fielen die Antworten erwartbar aus. Auf Platz 1 rangieren Messenger-Dienste wie WhatsApp, gefolgt vom Surfen im Internet und dem Senden und Empfangen von E-Mails:

  1. Messenger-Apps (81 Prozent)
  2. Im Internet surfen (69 Prozent)
  3. E-Mails senden und empfangen (65 Prozent)
  4. Wetter-Apps (56 Prozent )
  5. Verkehrsverbindungen und Fahrzeiten ermitteln (49 Prozent)
  6. Neue Apps herunterladen und ausprobieren (43 Prozent)
  7. Soziale Netzwerke (42 Prozent)
  8. Online-Shopping (35 Prozent)
  9. Nachrichten-Apps nutzen (29 Prozent)
  10. Sport-Apps nutzen (29 Prozent)
  11. YouTube-Videos schauen (27 Prozent)
  12. Musik-Streaming (25 Prozent)
  13. Video-Streaming (14 Prozent)

Geschlechter nutzen Smartphones unterschiedlich

Trotz aller Debatten gibt es auch in puncto Smartphone-Nutzung Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Wie eine Befragung von „myMarktforschung.de“ belegt, fallen diese in einigen Bereichen sogar sehr deutlich aus. Demnach telefonieren Männer mehr als Frauen, wobei Frauen mehr auf dem Smartphone spielen und in sozialen Netzwerken unterwegs sind.

Quelle: Eigene Darstellung auf Datenbasis von myMarktforschung.de

Tracken Sie Ihre persönliche Bildschirmzeit

Zu wissen, wie lange der Durchschnitt aller Bundesbürger das Smartphone nutzt und wozu, ist schön und gut. Die wirklich spannenden Fragen sind aber: Wie lange klebe ich am Bildschirm? Und wie viel Zeit versenke ich bei YouTube, Facebook und Co.? Sowohl Apple als auch Google haben zu genau diesem Zweck neue Funktionen für die aktuellsten Versionen ihres Betriebssystems integriert. Apples „Bildschirmzeit“ und Googles „Digital Wellbeing“ zeichnen auf, wie lange Sie Ihr Smartphone nutzen und welche Apps dabei aktiv sind.
Sie werden erstaunt sein, wie viel Zeit am Tag tatsächlich ins Land geht. Und damit noch nicht genug, denn mit Hilfe der Funktionen können Sie sich auch Ruhephasen verordnen und Zeitkontingente festlegen. So können Sie bestimmte Apps beispielsweise nur für eine Stunde am Tag nutzen. Google hingegen geht nicht so weit. Ist das Zeitlimit erreicht, färbt sich der komplette Bildschirm in Grautöne, was Nutzern die Luft am Herumspielen nehmen soll.

Ein erster Schritt zum Digital Detox

Allgemein gilt die Faustregel: je neuer das Modell, desto effizienter ist das Fahrzeug in der Regel. Das gilt vor allem in Bezug auf die Reichweite und den Reichweitenverlust. Grundsätzlich weisen alle aktuellen Elektrofahrzeuge unabhängig von ihrer Herkunft eine sehr hohe Qualität auf. Nichtsdestotrotz sollten Sie bei japanischen Herstellern wie Nissan und Mitsubishi ganz besonders auf das Baujahr achten. Hier hat sich die verbaute Motoren- und Batterietechnik in den letzten Jahren nochmals deutlich verbessert.

Aktuelle HU und seriöse Anbieter

Diese Funktionen, die Sie sowohl bei Android als auch bei iOS in den Einstellungen finden, sind nur ein erster Schritt. Ein erster Schritt, der dabei helfen kann, die tägliche Bildschirmzeit zu reduzieren. Immerhin frisst die ständige Nutzung des Smartphones nicht nur wertvolle Freizeit, sondern kann auch handfeste gesundheitliche Folgen haben. Insbesondere Heavy-User profitieren enorm von den positiven Folgen des zeitweisen Digital Detox (digitale Entgiftung). Mehr zum Thema erfahren Sie in unserem Artikel „Digital Detox – Mit 10 einfachen Tipps vom Smartphone loskommen“.

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