Gas sparen mit der richtigen Heizungseinstellung

Moderne Heizungsanlagen helfen durch ihre effiziente Verbrennungstechnik bereits für sich genommen dabei, Gas zu sparen. Gerade im Angesicht steigender Gaspreise ist das auch gut so. Allerdings nützt die beste Technik nichts, wenn die Heizung bzw. das ganze Heizsystem nicht optimal eingestellt ist.

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Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit den richtigen Maßnahmen in der Heizperiode Gas sparen und damit sowohl Ihren Geldbeutel als auch die Umwelt schonen.

Vorbereitung der Heizanlage auf die Heizperiode

Nachdem die Heizungsanlage in der Regel mehrere Monate stillgestanden hat, kann es sein, dass das System beim Anlassen nicht optimal läuft. Häufig befinden sich Lufteinschlüsse im Heizsystem, die die Heizkörper gluckern lassen und zudem verhindern, dass diese gleichmäßig warm werden. Besonders häufig ist dieses Problem bei Heizkörpern in den oberen Stockwerken eines Hauses der Fall.
Zu Beginn der Heizperiode sollten Sie Ihre Heizungsanlage also entlüften, zumal sich somit bereits ein großes Einsparpotential ergibt. Drehen Sie dazu die Thermostate der Heizkörper, die Sie entlüften möchten, auf die höchste Stufe. Nehmen Sie dann einen kleinen Vierkantschlüssel zur Hand und drehen Sie das Entlüftungsventil des Heizkörpers auf. Schließen Sie das Ventil, sobald Wasser heraustropft.

Thermostate richtig einstellen

Anschließend ist die richtige Einstellung der Heizkörperthermostate an der Reihe. Viele Mieter und Wohneigentümer gehen fälschlicherweise davon aus, dass sich ein Raum schneller erwärmt, je höher das Thermostat aufgedreht wird. Das ist allerdings nicht korrekt, denn die Zahlen auf dem Thermostat geben lediglich Aufschluss über die Zieltemperatur, auf die der betreffende Raum aufgeheizt werden soll.
Die üblichen fünf Stufen stehen dabei für ca. 12, 16, 20, 24 und 28 Grad Celsius. Je nach Raumnutzung sollte das Thermostat auf eine entsprechende Zieltemperatur eingestellt werden, die nicht durch ständiges Drehen an den Heizkörpern verändert wird. Während die Stufe 2 im Flur beispielsweise absolut ausreicht, kann das Wohnzimmer auf Stufe 3 geheizt werden.

Eine angemessene Vorlauftemperatur wählen

Damit die Zieltemperaturen der Thermostate erreicht werden, muss auch die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage eingestellt werden. Diese lässt sich mit wenigen Handgriffen entweder per Drehknopf oder Digitalsteuerung an der Therme regulieren. Welche Vorlauftemperatur für Ihr Haus und die durchschnittlich zu erwartende Außentemperatur die richtige ist, können Sie der sogenannten Heizkurve entnehmen. Da die Einstellung der Heizkurve etwas komplexer ist, empfiehlt es sich, diese Arbeit durch einen Heizungsinstallateur vornehmen zu lassen. Auch wenn dies mit Kosten verbunden ist, wird sich die fachkundige Einstellung der Anlage langfristig auszahlen.

Nachtabsenkung einstellen

Da nachts ohnehin niemand in den tags stark geheizten Wohnräumen ist, muss die Heizung diese während der Nachtstunden auch nicht auf dem gleichen Temperaturniveau halten. Mit Hilfe der Nachtabsenkfunktion stellen Sie an Ihrer Heizungsanlage eine Temperatur ein, auf die die Räume während der Nachtstunden geheizt werden sollen. In der Regel liegt die Nachtabsenktemperatur 2-4 Grad unterhalb der Tagestemperatur. Das hört sich vielleicht nicht nach viel an, macht sich über eine gesamte Heizperiode hinweg aber deutlich bemerkbar. Mit jedem Grad, um das die Raumluft aufgeheizt werden muss, steigt der Energieverbrauch schließlich überproportional an.

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