So heizen Sie im Winter richtig

Wer es im Winter mollig warm haben möchte, muss heizen. So einfach das klingt, so komplex ist die Angelegenheit eigentlich.

So heizen Sie im Winter richtig
Bild: Elena_Titova/shutterstock.com
Wer nämlich falsch heizt, bekommt es nicht nur mit einer saftigen Energiekostenabrechnung zu tun, sondern wird im schlimmsten Fall auch noch krank. Wie also heizt man im Winter richtig und spart dabei auch noch Geld?

Heizanlage auf den Winter vorbereiten

Typischerweise beginnt die Heizperiode im Oktober und endet im April. Damit im Winter überhaupt richtig geheizt werden kann, sollte die Heizung auch optimal funktionieren. Da die Termine bei Heizungsinstallateuren gerade zu Beginn der Heizperiode rar sind, sollte eine entsprechende Wartung bereits vorher vorgenommen werden. Im Rahmen einer solchen Wartung säubert ein Fachbetrieb beispielsweise den Brenner samt Brennkammer, füllt Wasser im Heizkreislauf nach und tauscht im Zweifelsfall defekte Teile aus.

Nichts ist schließlich schlimmer als ein Heizungsausfall im tiefsten Winter. Wer sicherstellen möchte, dass seine Heizung im Winter optimal funktioniert, entlüftet zudem die Heizkörper und sorgt dafür, dass diese nicht durch Vorhänge oder Möbel verdeckt werden. Nur so kann sich das Heizwasser optimal verteilen und seine Wärme an den Raum abgeben.

Die optimale Raumtemperatur finden

Wenn die Heizungsanlage bereit ist, geht es an die Temperatureinstellung. Heizsysteme, die regelmäßig von einem Fachbetrieb gewartet werden, sind bereits auf die ideale Vorlauftemperatur eingestellt. Daher können Sie alles Weitere über die Heizungsthermostate und die evtl. vorhandene Heizungssteuerung regeln.

Grundsätzlich gilt beim Heizen: jedes zusätzliche Grad Raumtemperatur macht ca. sechs Prozent zusätzliche Energiekosten aus. Wer eine warme Wohnung haben und Geld sparen möchte, sollte dies berücksichtigen. Heizexperten empfehlen an dieser Stelle eine Temperatur zwischen 20-22 Grad Celsius für Wohnräume, 22-24 Grad für das Badezimmer und ca. 17-18 Grad für das Schlafzimmer. Höhere Temperaturen sind in Wohnräumen nicht nötig, sondern verursachen die typisch trockene Heizungsluft. Diese lässt unsere Schleimhäute austrocknen und ist damit mitverantwortlich dafür, dass wir im Winter anfälliger für Krankheiten sind.

Wer eine zentrale Heizungssteuerung hat oder programmierbare Thermostate besitzt, sollte zudem eine Nachtabsenkung der Raumtemperatur einprogrammieren, um Heizenergie in den nicht genutzten Räumen zu sparen. Die Nachtabsenktemperatur sollte nicht unter 17 Grad Celsius liegen, da die Räume ansonsten zu stark auskühlen. Am Folgetag wird dann unnötigerweise mehr Energie benötigt, um diese wieder aufzuheizen.

Wärme nicht entweichen lassen

Das Heizen im Winter ist eine Sache. Beinahe noch wichtiger ist es aber, die Heizwärme gar nicht erst entweichen zu lassen. Ein gut gedämmtes Haus ist bereits eine ordentliche Voraussetzung. Aber Sie können natürlich auch noch mehr tun. Viele Menschen drehen ihre Heizkörper aus, wenn sie das Haus verlassen. Dies ist ein großer Fehler, denn dann passiert das Gleiche, wie bei einer zu niedrig eingestellten Nachtabsenktemperatur: Die Räume kühlen aus.

Lassen Sie daher die Heizung auf niedriger Stufe weiterlaufen. So ist die Wohnung nach Feierabend nicht eiskalt und Sie sparen zudem Heizkosten. Auch das Lüften spielt im Winter eine wichtige Rolle. Hier gilt: Fünf Minuten Stoßlüften ist besser, als das Fenster zu kippen. Sie wollen schließlich nur die Raumluft austauschen. Da es im Winter ohnehin früh dunkel wird, können Sie auch die Rollläden getrost etwas früher herunterlassen. Diese zusätzliche Isolationsschicht sorgt selbst bei mehrfach verglasten Fenstern für eine zusätzliche Isolationswirkung.

Gewöhnen Sie sich außerdem an, Türen zu Fluren immer geschlossen zu halten und der Zugluft mit einem Zugluftstopper entgegenzuwirken. Gerade wenn Heizkörper an der Außenwand montiert sind, ist es speziell in älteren Häusern sinnvoll, die Wand hinter der Heizung zusätzlich zu dämmen, um den direkten Wärmeverlust über die Außenwand zu verringern. Große Baumaßnahmen sind dafür nicht notwendig, denn im Baumarkt bekommen Sie für wenig Geld beispielsweise Dämmmatten mit einer Aluminiumbeschichtung, die die Wärme in den Raum reflektiert.