Ja zu Energiesparlampen!

Dank fortschrittlicher Technik können wir heute in nahezu jedem Bereich unseres Lebens Strom und Ressourcen sparen. Das gilt natürlich auch für die Verwendung von elektrischem Licht, das laut aktuellen Zahlen aus dem Stromspiegel noch immer rund zehn Prozent des Stromverbrauchs deutscher Haushalte ausmacht.

Ja zu Energiesparlampen!
Quelle: adobe.stock.com/Sergey
Auch wenn auf dem Markt immer effizientere Energiesparlampen verfügbar sind, setzen viele Bürger noch immer auf veraltete Energiespartechnik oder sogar die guten alten Glühlampen und verschwenden damit eine Menge Strom. Welche Möglichkeiten gibt es? Welche Energiesparlampen sind die besten? Und wie viel lässt sich tatsächlich sparen?

1. Wann ist eine Lampe überhaupt eine Energiesparlampe?

Was viele nicht wissen, ist, dass es eigentlich gar keine 100-prozentig genaue Regelung gibt, mit der Verbraucher auf der sicheren Seite sein können, was eine signifikante Stromersparnis angeht. Bis zur EG Verordnung 244/2009 war noch nicht einmal eine genaue Energieeffizienz vorgeschrieben, ab der sich eine Lampe Energiesparlampe nennen durfte.
Während früher alle Leuchtmittel, die gegenüber einer konventionellen Glühlampe mindestens 20 Prozent weniger Strom verbrauchten, als Energiesparlampen galten, muss die Ersparnis heute bei mindestens 70 Prozent liegen. Wer also noch alte „Energiesparleuchten“ im Einsatz hat, die vor dem Inkrafttreten der Verordnung produziert worden sind, der sollte einmal einen genaueren Blick auf die Verbrauchsdaten an der Fassung werfen.

2. Welche Arten von Energiesparlampen gibt es?

Grundsätzlich gibt es drei große Gruppen von Energiesparleuchten, die sich in der verwendeten Leuchttechnik unterscheiden. Das wiederum bringt jeweils eigene Vor- und Nachteile mit sich, die unter anderem den Stromverbrauch, den Einsatzzweck, die Lichtfarbe und natürlich auch die Anschaffungskosten betreffen. Ungeachtet dessen sind alle folgenden Energiesparlampen gegenüber verschwenderischen Glühlampen die deutlich bessere Alternative.

3. Leuchtstofflampen

Ganz gleich, ob in Form einer klassischen Leuchtstoffröhre mit oder ohne Vorschaltgerät oder in Gestalt von Kompaktleuchtstofflampen für Schraubfassungen: die Leuchtstofflampe ist der Klassiker unter den Energiesparlampen. Gegenüber Glühlampen sparen gute Leuchtstofflampen bis zu 80 Prozent Energie und lassen sich nahezu überall einsetzen.
Zudem halten Energiesparlampen durchaus 10.000 Betriebsstunden aus. Problematisch sind lediglich zwei Dinge: erstens, dass die Lampen häufig noch Spuren von Quecksilber enthalten und dementsprechend nichts im Hausmüll zu suchen haben, und zweitens, dass vor allem Rottöne im Licht der Leuchtmittel oft nicht sauber ausgeleuchtet werden.

4. Halogenlampen

Halogenlampen bestechen in erster Linie durch ihr angenehmes Licht, sparen gegenüber klassischen Glühlampen aber auch Strom. Allerdings ist die Ersparnis nicht ganz so hoch wie mit modernen Leuchtstofflampen. Das Gleiche trifft auf die Lebensdauer zu, die je nach Modell zwischen 2.000 und 4.000 Stunden rangiert, und damit die Glühbirne mit 800 bis 1.200 Betriebsstunden immer noch um Längen schlägt. Das Problem bei Halogenlampen ist die immer noch sehr hohe Wärmeabgabe, weshalb bei Berührungen ebenso wie bei Glühlampen Verbrennungsgefahr besteht. Für das Kinderzimmer sind Halogenlampen also nichts. Sehr gut geeignet sind diese hingegen für den Außeneinsatz oder im gewerblichen Betrieb, wo starke Strahler benötigt werden.

5. LED-Leuchtmittel

Seit der Entwicklung der ersten Leuchtdioden haben LEDs eine beeindruckende Entwicklung genommen. Diese sind mittlerweile nicht nur im Preis deutlich gesunken, sondern auch in allerhand Farben, Bauformen und Lichtstärken erhältlich. Damit handelt es sich quasi um die „eierlegende Wollmilchsau“ unter den Energiesparlampen. Der einzige wirkliche Nachteil ist der im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln hohe Anschaffungspreis.
Dieser wird durch die enorme Lebensdauer von 15.000-50.000 Stunden und eine Energieersparnis von 90-95 Prozent für die gleiche Lichtleistung aber mehr als ausgeglichen. Auch das Argument, dass LED-Licht künstlich und unangenehm ist, zählt nicht mehr, denn gute LED-Leuchtmittel verfügen mittlerweile über Leuchteigenschaften, die einer Glühbirne oder Kompaktleuchtstofflampe in nichts mehr nachstehen.

6. Wie viel kann ich sparen?

Um einen fairen Vergleich zwischen den drei Energiesparlampen und der klassischen Glühlampe zu schaffen, vergleichen wir den Stromverbrauch, der für die gleiche Lichtleistung anfällt. Den Ausgangspunkt liefert hier die 100 Watt-Glühlampe. Für die bessere Vergleichbarkeit nehmen wir eine durchschnittliche Brenndauer von vier Stunden pro Tag bei 365 Tagen pro Jahr an.

LeuchtmittelEnergieaufnahmeStromverbrauchKosten/JahrErsparnis ggü. Glühlampe
Glühlampe100 Watt146 kWh42,34 Euro-
Halogenleuchte70 Watt102 kWh29,64 Euro12,70 Euro
Leuchtstofflampe25 Watt36,5 kWh10,50 Euro25,91 Euro
LED-Leuchtmittel11 Watt16,06 kWh4,65 Euro37,68 Euro
Das Ergebnis ist eindeutig und zeigt, dass Energielampen bei gleiche Lichtleistung deutlich weniger Energie benötigen. Somit spart der Einsatz von Halogenleuchten, Leuchtstofflampen und LED-Leuchtmitteln trotz höherer Anschaffungskosten gegenüber der Glühbirne langfristig viel Geld.

7. Welche Energiesparlampe ist die beste?

In Sachen Ersparnis und Langlebigkeit gibt es einen klaren Sieger: die LED-Lampe. Auch der deutlich höhere Anschaffungspreis wird über den geringen Verbrauch und die Lebensdauer mehr als kompensiert. Damit bieten sich LEDs an, um einen Großteil des Hauses zu beleuchten. Außen- und größere Arbeitsbereiche hingegen können getrost mit Leuchtstofflampen versehen werden. Und wer auf den Punkt besonders viel Licht braucht oder Wert auf eine hervorragende Dimmbarkeit legt, der greift zur Halogenbeleuchtung.

Stromtarif inkl. Prämie