Jetzt die Heizung modernisieren – Warum sich die Modernisierung für Sie lohnt

Eine wohlig warme Wohnung ist gerade im Winter unschätzbar wertvoll. Das Problem an der Sache ist nur, dass die Energiekosten seit Jahren nur eine Richtung kennen: nach oben. Gerade vor dem Hintergrund dieser Tatsache spielt die Modernisierung der Heizung eine immer größere Rolle. Aktuellen Zahlen zufolge sind nämlich rund 60 Prozent aller Heizungen hierzulande älter als 20 Jahre.

Jetzt die Heizung modernisieren – Warum sich die Modernisierung für Sie lohnt
Quelle: adobe.stock.com/lucadp
Das bedeutet, dass diese Heizsysteme mit modernen Heizungen in puncto Effizienz nicht mehr mithalten können. Dementsprechend groß ist das Einsparpotential durch die Modernisierung der Heizanlage. Erfahren Sie, wann die Modernisierung sinnvoll ist, wie hoch das Einsparpotential ist und welche weiteren Vorteile diese mit sich bringt.

Darum ist die Heizungsmodernisierung sinnvoll

Gründe, um die Heizung zu modernisieren, gibt es viele. Allem voran steht die mögliche Energieersparnis. Immerhin gehen bis zu 80 Prozent der gesamten Energiekosten eines Haushalts für das Heizen und die Warmwasserbereitung drauf. Wer hier auf ein effizientes Heizsystem setzt, kann bis zu 30 Prozent seiner Energiekosten sparen.

Quelle: Eigene Darstellung auf Datenbasis von viessmann.de

Neben der möglichen Ersparnis hat die Modernisierung noch einen handfesteren Grund: Ähnlich wie bei alten Fahrzeugen nimmt die Zuverlässigkeit von Heizsystemen mit zunehmendem Alter ab. Und wer will schon mitten im Winter plötzlich ohne funktionierende Heizung dastehen?

„Je älter die Anlage ist, desto öfter fallen Reparaturen an, die sich über die Jahre summieren. Ein Schlussstrich inklusive der Investition in eine moderne Heizanlage ist langfristig die günstigere Alternative.“

Ein dritter Grund für die Modernisierung der Heizung ist schließlich die Umwelt. Denn eine effiziente Heizung schont nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. In Kombination mit unseren Gasspartipps holen Sie das Maximum an Ersparnis heraus.

Wann sollte ich meine Heizung modernisieren?

Darauf gibt keine pauschale Antwort, denn der optimale Austauschzeitpunkt hängt von mehreren Faktoren ab. Das Alter Ihrer Heizanlage ist ein erster Indikator. Ist Ihre Heizung älter als 20 Jahre, ist die Modernisierung aus Gesichtspunkten der Effizienz und Wirtschaftlichkeit auf jeden Fall empfehlenswert. Auch bei Heizanlagen mit einem Alter von 15 bis 20 Jahren ist es sinnvoll, bereits über die Modernisierung der Heizung nachzudenken. Je älter Ihre Anlage ist, desto genauer sollten Sie sich zudem überlegen, ob sich eine kostspielige Reparatur noch lohnt.
Gemeinsam mit dem Mehrverbrauch gegenüber modernen Geräten ergeben Reparaturkosten meist einen toxischen Cocktail für Ihren Geldbeutel. Auch die Schadstoffmessung durch den Schornsteinfeger kann Ihrem Heizsystem den Garaus machen. Überschreitet das System die Grenzwerte, bleibt Ihnen lediglich die Wahl zwischen einer oft teuren Nachrüstung oder einer Neuanschaffung. Da die Nachrüstung abhängig vom Gerätealter aber nur ein paar Jahre Aufschub verschafft, ist dies oft nur die zweitbeste Option.

Achtung: In manchen Fällen ist der Austausch des Heizungssystems sogar Pflicht!
Laut der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) dürfen Geräte, die älter als 30 Jahre sind, nicht mehr betrieben werden. Eine Ausnahme von dieser Regelung besteht lediglich für Niedertemperatur- und Brennwertkessel. Dabei handelt es sich um Heizgeräte, die für niedrige Vorlauftemperaturen konzipiert sind.

Schauen Sie auf das Energielabel

Unabhängig vom Alter spielt die Energieeffizienz die entscheidende Rolle. Spätestens seit dem Jahr 2017 müssen alle Heizsysteme, die älter als 15 Jahre sind oder neu in den Handel kommen, ein Energieeffizienzlabel tragen. Dieses reicht von A++ (ausgezeichnet) bis E (sehr schlecht) für Heizungen, die älter als 15 Jahre sind. Für neue Heizungen gilt eine Klassifizierung von A++ bis G.
Bereits wenn Ihr Heizkessel in die Effizienzklasse C oder D fällt, ist die Modernisierung sinnvoll. Im Vergleich zu Geräten der Effizienzklasse A und aufwärts ist der Mehrverbrauch enorm. Diese Klassifizierung gilt sowohl für Gas- und Ölheizungen als auch für Feststoffheizungen.
Das Energieeffizienzlabel hilft Ihnen also auf den ersten Blick dabei, die Effizienz Ihrer Heizanlage einzuschätzen. Befindet sich auf Ihrer Anlage noch kein Label, gibt es dafür zwei Gründe: Entweder ist Ihre Heizung jünger als 15 Jahre oder Ihr Schornsteinfeger hat das Energieeffizienzlabe noch nicht angebracht.

Rechenbeispiel: So groß ist die Ersparnis, wenn Sie die Heizung modernisieren

Einmal angenommen, Sie verfügen über ein konventionelles Erdgasheizsystem. Ihr Heizkessel ist dem Altersschnitt aller deutschen Heizkessel entsprechend etwa 20 Jahre alt und fällt in die Energieeffizienzklasse D. Sie bewohnen ein 140 qm großes Einfamilienhaus und haben durch Heizen und Warmwasserbereitung einen jährlichen Erdgasverbrauch von ca. 25.000 kWh. Das entspricht beim durchschnittlichen Kilowattstundenpreis von 6,5 Cent immerhin 1.625 Euro.
Angenommen, Sie tauschen Ihren Heizkessel gegen ein deutlich besseres Gerät der Energieeffizienzklasse A aus. In einem solchen Fall liegt die Ersparnis bei circa 20 Prozent. Damit reduzieren Sie Ihren Gasverbrauch ohne weiteres Zutun auf 20.000 kWh pro Jahr. Das entspricht einer Ersparnis von 325 Euro. Damit ist der Austausch langfristig auf jeden Fall sinnvoll.

Heizung modernisieren zahlt sich doppelt aus

Damit aber noch nicht genug, denn die neue Heizungsanlage finanziert sich über die Nutzungsdauer von selbst. Nehmen wir einmal an, das Heizsystem hält 15 Jahre ohne nennenswerte Reparatur und kostet in der Anschaffung 5.000 Euro. In der Zwischenzeit haben Sie über die Energieersparnis bereits 4.875 Euro eingespart. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Ersparnis noch höher ausfällt, da die Energiepreise mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter steigen. Umso schneller hat sich Ihre Anlage also amortisiert.
Über Fördermittel der KfW können Sie den Anschaffungspreis zudem weiter drücken und damit zusätzlich Geld sparen. Ganz nebenbei steigt auch noch der Wert Ihrer Immobilie durch die Investition in eine energieeffiziente Heizanlage. Das wirkt sich bei einem späteren Verkauf ebenso positiv aus wie bei der Vermietung. Bei Letzterer sind Sie ohnehin zur Erstellung eines Energieausweises verpflichtet. Und dass eine Immobilie, die geringe Heizkosten verursacht, für Mieter attraktiver ist, bedarf keiner weiteren Erklärung.

Wir beraten Sie gerne

Und was, wenn der Gasmelder einmal wirklich Alarm schlägt? Zunächst einmal sollten Sie Ruhe bewahren, keine elektrischen Geräte bedienen, das Haus verlassen und die Feuerwehr alarmieren. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag „Gasgeruch! Was muss ich tun?“.

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