Plasma, LCD oder LED – Welche TV-Technologie spart am meisten Strom?

Der Fernseher ist nach wie vor der Mittelpunkt der meisten deutschen Wohnzimmer. Dank der mittlerweile herausragenden Bildqualität sowie durch weitreichende Film- und Serienangebote ist aus der guten alten Flimmerkiste binnen weniger Jahre ein ebenso gerne wie oft genutzter Kinoersatz geworden.

Plasma, LCD oder LED – Welche TV-Technologie spart am meisten Strom?
Bild: guteksk7/shutterstock.com
Gerade für Filmfans rückt daher auch der Stromverbrauch des eigenen TV-Geräts in den Fokus, denn dieser hängt unter anderem von der TV-Technologie ab. Spätestens bei der Neuanschaffung eines Flatscreens ist daher einiges zu beachten.

Wovon hängt der Stromverbrauch eines TV-Geräts ab?

Wer Filme in höchster Qualität sehen möchte, greift heute zu TV-Geräten mit einer großen Bildschirmdiagonale und einer Ultra-HD-Auflösung, die umgangssprachlich auch als 4K bezeichnet wird. Dieser Genuss hat jedoch seinen Preis, denn sowohl die Helligkeit wie auch die Bilddiagonale beeinflussen unabhängig von der verwendeten Technologie den Stromverbrauch. Grundsätzlich gilt dabei die Faustregel: Je größer der Bildschirm, desto höher liegt der Stromverbrauch, denn mit der Bilddiagonale nimmt auch die Fläche zu, die beleuchtet werden muss. Hinzu kommt noch der jeweilige Stand-by-Verbrauch, der je nach Modell und Größe durchaus zwischen 1-15 Watt schwanken kann. Wie hoch der durchschnittliche Stromverbrauch pro Jahr ausfällt, lässt sich vor dem Kauf anhand des Energielabels ablesen, das sowohl über die Energieeffizienzklasse als auch über den Verbrauch in Watt informiert.

Welche TV-Technologie hat die Nase vorn?

Während große Plasmafernseher durch ihre besonders reinen Farben die beste Bildqualität bieten, verbrauchen diese im Vergleich zu einem LCD- bzw. LED-Gerät aber auch deutlich mehr Strom. Das liegt daran, dass der Energiebedarf der Plasma-Technologie stark schwankt und vom Bildinhalt abhängig ist. Um ein Pixel aufleuchten zu lassen, muss nämlich jeweils eine Plasma-Zelle „gezündet“ werden, was viel Energie verbraucht. Ist das Bild verhältnismäßig dunkel, hat der Plasmabildschirm somit Verbrauchsvorteile gegenüber allen anderen Technologien. Bei einem hellen Bild, wie in über 90 Prozent der Nutzungsdauer der Fall ist, liegt der Energieverbrauch deutlich über dem von LCD- bzw. LED-Geräten. Deren Hintergrundbeleuchtung ist nämlich über die gesamte Betriebsdauer hinweg konstant aktiv. Insbesondere in dunklen Szenen macht sich das allerdings oftmals durch unrein wirkende Farben bemerkbar.
In Bezug auf die sparsameren LCD- bzw. LED-Geräte gibt es aber noch einen weiteren technologischen Unterschied. Anders als LCD-Geräte mit Leuchtstoffröhren verbrauchen LCD-Geräte mit LED-Beleuchtung, die der Einfachheit halber auch als LED-TV bezeichnet werden, nochmals etwas weniger Strom. Bei gleicher Bilddiagonale (46 Zoll) und Auflösung (UHD) ist es also keine Seltenheit, dass ein Plasmagerät 160 Watt aus der Steckdose zieht, während sich ein modernes LED-Gerät mit nur 45 Watt begnügt.

Fernsehgenuss und trotzdem Geld sparen?

Maximaler Filmgenuss hat also seinen Preis in Form von höheren Energiekosten. Sparfüchse hingegen, die weniger Wert auf Farbbrillanz legen, können aber mit Hilfe eines modernen LCD-Geräts mit LED-Hintergrundbeleuchtung bares Geld sparen. Die Entscheidung obliegt dabei jedem selbst und hängt natürlich auch von den jährlichen Betriebsstunden ab. Ungeachtet der verwendeten Technologie lässt sich durch die Reduktion der Bildhelligkeit weitere Energie einsparen. Schon 20 Prozent reichen aus, um den Stromverbrauch um rund 10-15 Prozent zu senken.

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