Smart Meter – Wie intelligente Stromzähler beim Stromsparen helfen

    Smartphone, Smartwatch und Smart Home kennen wir mittlerweile. Aber von einem Smart Meter haben wohl nur die wenigsten bisher etwas gehört.

    Bild: photographyfirm/shutterstock.com
    Dabei handelt es sich um eine Technologie, die für Energieverbraucher und die Förderung erneuerbarer Energie zahlreiche Vorteile hat. Hinter dem Smart Meter steckt nämlich nichts anderes als ein intelligenter Stromzähler. Was aber macht die Geräte so intelligent und helfen sie tatsächlich beim Stromsparen?

    Funktionsweise eines intelligenten Stromzählers

    Der Unterschied zwischen den altgedienten Stromzählern und den neuen Smart Metern könnte gar nicht größer sein. Während die mit mechanischen Zählwerken ausgestatteten Messgeräte langsam in Rente gehen, halten mit intelligenten Stromzählern elektronische Messeinrichtungen Einzug in deutsche Haushalte, die den Zählerstand gleich viermal pro Stunde ermitteln. Die so bestimmten Messwerte werden über eine Sendekomponente via Kabel oder Funk über das Internet direkt an den Stromversorger übertragen. Damit entfällt aber nicht nur das lästige Ablesen des Zählerstands am Jahresende, denn die eng getaktete Aufzeichnung bietet noch weitere Vorteile.

    So kann sich der Verbraucher etwa über seine Zugangsdaten beim Stromversorger einloggen und bekommt dort eine viertelstündlich aktualisierte Verbrauchskurve präsentiert. So lässt sich beispielsweise der Standby-Verbrauch des eigenen Haushalts ohne Zusatzgeräte ermitteln. Auch macht es die Aufzeichnung von Spannungsspitzen möglich, große Stromfresser zu enttarnen und in Echtzeit die Stromkosten des aktuellen Abrechnungsjahres zu berechnen. Hinzu kommt, dass das Smart Meter ebenfalls rund fünf bis zehn Prozent weniger Energie verbraucht als ein alter mechanischer Zähler. Unter dem Strich ist es aber nicht der Zähler selbst, sondern das angepasste Verbraucherverhalten, das sich auf der Stromrechnung widerspiegelt.

    Bessere Ausnutzung der Netzinfrastruktur

    Intelligente Stromzähler sind darüber hinaus ein wichtiger Schritt in Richtung einer effizienten Netzinfrastruktur für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Über Smart Meter lassen sich nämlich ganz ohne teuren Doppelzähler spezielle Tarife umsetzen, die an die Verfügbarkeit von Strom gekoppelt sind. Weht beispielsweise nachts der Wind, erzeugen Windkraftwerke enorme Mengen an Strom, der unmittelbar verbraucht werden muss, da er nicht für die spätere Nutzung gespeichert werden kann.

    Dieses nächtliche Überangebot führt dazu, dass der Strom in der Nacht besonders billig ist, während er zu Stoßzeiten hingegen teuer ist. Mit Smart Metern wird es nun möglich, das Stromangebot über flächendeckende Nachttarife flexibel auszunutzen. Stromkunden, die Großverbraucher wie die Waschmaschine oder den Wäschetrockner am späten Abend oder in der Nacht laufen lassen, tragen aktiv zu einem nachhaltigen Energieeinsatz bei und sparen obendrein Geld.

    Wann bekomme ich einen Smart Meter?

    Im Jahr 2017 wurden die ersten Unternehmen und Haushalte mit den neuen Smart Metern ausgestattet. Allerdings betraf dies ausschließlich Haushalte und Gewerbekunden mit einem Energieverbrauch von mehr als 10.000 Kilowattstunden und Verbraucher, die selbst eine stromerzeugende Anlage mit mehr als 7.000 Watt besitzen. Ab dem Jahr 2020 sollen die intelligenten Zähler bei Privathaushalten mit einem Verbrauch zwischen 6.000 und 10.000 Kilowattstunden nachgerüstet werden. Bis 2022 ist schließlich die Umrüstung aller Haushalte geplant. Darüber hinaus ist auf Nachfrage hin auch die freiwillige Nachrüstung möglich.

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