So einfach ist es den Stromanbieter zu wechseln

Die Entwicklung des Strompreises kennt in den letzten Jahren nur eine Richtung – nach oben. Das liegt nicht zuletzt an der steigenden Abgabenlast sowie der Steigerung der Netzentgelte durch die nötigen Investitionen in moderne Stromnetze.

stromfresser.png Nur die Faust in der Tasche zu ballen und die nächste Stromrechnung zu erwarten ist keine Lösung. Wenn Sie wirklich etwas ändern möchten, dann zeigen Sie Ihrem Stromanbieter die Rote Karte und wechseln Sie Ihren Stromanbieter. Dieser einfache Schritt kann Ihnen nicht nur eine Ersparnis von mehreren hundert Euro einbringen, sondern ist auch noch kinderleicht. Wir verraten Ihren, worauf Sie beim Stromanbieterwechsel achten müssen.

Die meisten Stromkunden zahlen zu viel

Experten prognostizieren für das Jahr 2019 einen durchschnittlichen Strompreis von 30,5 Cent pro Kilowattstunde. Damit belegt Deutschland gemeinsam mit Dänemark den einsamen Spitzenplatz in Europa. Und dennoch befinden sich noch immer rund 76 Prozent aller Haushalte bei ihrem Grundversorger unter Vertrag. Ein Großteil davon sogar noch im teuren Grundversorgungstarif, der oftmals sogar deutlich über dem prognostizierten Durchschnitt liegt. Nur rund 24 Prozent aller Haushalte sind nicht mehr bei örtlichen Grundversorgern unter Vertrag und profitieren damit von günstigeren Konditionen.

Wie hoch ist das Einsparpotential durch den Stromanbieterwechsel?

Angenommen Sie zahlen als vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh 31 Cent pro kWh Strom. Das macht im Jahr einen stolzen Betrag von 1.240 Euro. Nun einmal angenommen, ein Stromanbieterwechsel senkt den Kilowattstundenpreis auf 27 Cent pro kWh. Bei einem gleichbleibenden Jahresverbrauch von 4.000 kWh liegen die jährlichen Stromkosten nur noch bei 1.080 Euro. Das ist eine satte Ersparnis von 160 Euro oder 13 Prozent.
Wer beim Stromanbieterwechsel die Augen offen hält, kann sogar noch mehr sparen und wird obendrein mit attraktiven Prämien belohnt. Und das funktioniert sogar mit sauberem Ökostrom. Unter dem Strich liegt das Einsparpotential durchaus bei mehreren hundert Euro pro Jahr. Geld, das Sie beispielsweise in moderne LED-Beleuchtung oder Funksteckdosen investieren können, um zusätzlich Energie zu sparen. Darüber, wie sinnvoll Funksteckdosen zum Energie sparen sind, haben wir bereits in unserem Magazin berichtet. Hier geht’s zum entsprechenden Beitrag.

Auf diese Dinge müssen Sie beim Stromanbieterwechsel achten

Wer den Stromanbieter wechseln möchte, nutzt am besten ein Online-Vergleichsportal. Um hier nicht auf eines der Schwarzen Schafe hereinzufallen, müssen Sie allerdings einige Punkte bedenken. Im Fokus steht hier insbesondere der Preis. Oftmals handelt es sich nämlich um besonders günstige „Schaufensterpreise“.
Und diese sind genau genommen nichts anderes als Lockangebote, in denen einmalige Sofortzahlungen, Neukundenbonus und Co. bereits eingerechnet sind. Das Problem: dieser günstige Lockpreis gilt nur im ersten Vertragsjahr. Danach kommt dann die böse Überraschung in Gestalt eines deutlich höheren Preises. Gute Anbieter verzichten auf derartige Praktiken und weisen ihre Preise transparent aus.
Zudem sollten Sie immer auf Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen und Preisgarantien achten. Während möglichst kurze Kündigungsfristen eine höchstmögliche Flexibilität garantieren, geben Ihnen Preisgarantien von ein bis zwei Jahren Planungssicherheit. Vorsicht ist indes bei Angeboten mit Vorkassenzahlung oder einer Vorab-Kaution geboten. Hier droht im Insolvenzfall der Verlust der bereits gezahlten Beträge.

Den Stromanbieter in fünf einfachen Schritten wechseln

  1. Sobald Sie den richtigen Anbieter gefunden haben, können Sie sich dort beispielsweise über einen Rechner ein individuelles Angebot berechnen lassen. Das funktioniert durch die Angabe Ihrer Postleitzahl und des geschätzten Jahresverbrauchs.
  2. Mit wenigen Klicks gelangen Sie nun zu einem Online-Formular. Dort müssen Sie die folgenden Daten eintragen: Name und Adresse des Vertragspartners, Stromzählernummer, aktueller Zählerstand, gewünschter Lieferbeginn, Name des Altversorgers, Kundennummer beim Altversorger
  3. Schicken Sie das Formular ab und warten Sie auf die Vertragsbestätigung durch den neuen Stromversorger.
  4. Fertigen Sie am gleichen Tag ein Foto des Zählerstands an und achten Sie darauf, dass das Datum eingeblendet ist. Im Zweifelsfalls können Sie so eine korrekte Abrechnung prüfen.
  5. Nun heißt es zurücklehnen, denn der neue Anbieter übernimmt für Sie die unangenehme Bürokratie. Das Betrifft neben der Abmeldung bei Ihrem Altversorger auch die Neuanmeldung der Versorgung beim regionalen Netzbetreiber.

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