So fördert der Staat Ihre neue Gasheizung

Mit beinahe acht Millionen installierten Gasheizsystemen ist diese Form des Heizens hierzulande die mit Abstand verbreitetste. Und das hat auch einen guten Grund, denn Gas ist ein effizienter und gut lagerbarer Brennstoff, der zudem auch vermehrt über nachhaltige Biogasanlagen bzw. Power-to-Gas-Systeme aus überschüssigem Ökostrom gewonnen wird.

gasflasche Allerdings sind auch die Gaspreise in den letzten Jahren gestiegen, was das Heizen mit älteren Anlagen zu einer kostspieligen Angelegenheit macht. Wer seine alte Gasheizung gegen ein modernes System austauschen oder gleich einen hochwertigen Brennwertkessel für sein Eigenheim anschaffen möchte, kann glücklicherweise auf die Hilfe von Vater Staat setzen.

Lohnt sich eine neue Gasheizung überhaupt?

Die Investitionskosten für ein modernes Gasheizsystem liegen je nach Dimensionierung und Ausstattung mit Steuerungsgeräten bzw. Warmwasserspeicher zwischen 3.000 und 10.000 Euro. So mancher kommt im Angesicht der Kosten auf die Idee, dass es die alte Anlage auch noch eine Weile tut. Allerdings ist der Mehrverbrauch älterer Heizsysteme teilweise so erheblich, dass sich pro Jahr einige hundert Euro sparen lassen. Hinzu kommt natürlich auch die Verschärfung der Emissionsgrenzwerte durch den Staat.
Viele Gasheizsysteme, die sich in puncto Abgasverlust noch haarscharf an der Grenze bewegen, müssen in den kommenden Jahren also ohnehin ausgetauscht werden. Unter dem Strich lohnt sich die Investition in eine energieeffiziente Brennwertheizung langfristig aber in jedem Fall, denn sowohl die effizientere Verwendung des Gases als auch der Einsatz moderner Umwälzpumpen spart viel Geld. Meist amortisiert sich eine solche Anlage schon nach sieben bis acht Jahren. Unterstützung bekommen Sie hier sowohl durch die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) als auch durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Vergünstigte Kredite über die KfW

Grundsätzlich lobt die KfW-Bankengruppe beispielsweise im Rahmen des „Energieeffizient sanieren“-Programms eine Zuschussförderung in Höhe von 15 Prozent, maximal aber 7.500 Euro, aus. Dieser Zuschuss gilt auch für Kostenpositionen, wie den Austausch des Gastanks oder den Umbau des Schornsteins für den Einbau einer Brennwerttherme. Grundvoraussetzung für einen Zuschuss ist jedoch, dass die förderfähigen Kosten bei mindestens 300 Euro liegen.
Für einen Investitionszuschuss, der im Übrigen nicht zurückgezahlt werden muss, verlangt die KfW zudem, dass eine Gastherme mit Brennwerttechnik eingebaut wird. Heizwertkessel hingegen sind nicht förderfähig. Zudem ist der Nachweis über einen hydraulischen Abgleich notwendig. In vielen anderen Fällen haben Sie jedoch die Möglichkeit, einen zinsgünstigen KfW-Kredit in Anspruch zu nehmen. Damit sparen Sie im Vergleich zu einem konventionellen Kredit über die Jahre immerhin einiges an Zinskosten.

BAFA-Förderung für hybride Heizsysteme

Da die Förderung von Heizsystemen heute vor allem auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien abzielt, werden einzelne Gasheizsysteme nicht mehr vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert. Wer jedoch ein hybrides Heizsystem aus einer Solarthermieanlage und einer Gastherme installieren oder die entsprechend alte Gastherme gegen eine Brennwerttherme austauschen möchte, kann auf eine BAFA-Förderung bauen.

Hintergrund für die Förderung ist die Tatsache, dass der Verbrauch fossiler Energieträger zumindest in der warmen Jahreshälfte deutlich geringer ausfällt. Die BAFA-Förderung für die Neuinstallation einer solchen Hybridanlage beträgt 2.500 Euro, wovon mindestens 2.000 Euro auf die Solarthermieanlage entfallen. Für den Austausch der Gastherme gegen einen Brennwertkessel gibt es von der BAFA immerhin 500 Euro. Anders als KfW-Kredite müssen die BAFA-Zuschüsse nicht zurückgezahlt werden.

Für alternative Heizsysteme lockt eine höhere Förderung

Wer die Möglichkeit hat, seine Gasheizung gegen ein nicht-fossiles Heizsystem auszutauschen, hat die Chance auf noch deutlich höhere Zuschüsse. Dies ist beispielsweise beim Umstieg auf eine Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage sowie eine Pelletheizung oder bei einer Kombination dieser Heizsysteme der Fall. Ist keine Alternative möglich, lohnt sich der Austausch der Gastherme durch die geschilderten Maßnahmen natürlich dennoch.

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