So lassen sich Energiefresser schon bei der Wohnungsbesichtigung enttarnen

Auf der Suche nach einer neuen Wohnung oder einem neuen Haus spielen viele Faktoren eine Rolle. Im Fokus stehen auch bei der Wohnungsbesichtigung vor allem die Entfernung zum Arbeitsplatz, die Raumaufteilung, die Wohnfläche und natürlich der Mietpreis. Was viele zukünftige Mieter hingegen vergessen, sind die Nebenkosten in Form von Strom und Heizenergie.

Bild: shutterstock.com/Alex Yeung
Wer nach dem Einzug keine böse Überraschung in Form einer horrenden Nebenkostenabrechnung erleben möchte, sollte gleich bei der Wohnungsbesichtigung die Augen nach Energiefressern offenhalten.

Auf die Lage kommt es an

Für den ersten Anhaltspunkt muss noch nicht einmal die Wohnung betreten werden. Es geht nämlich um die Lage der Wohnung bzw. des Hauses selbst. Diese entscheidet darüber, wie gut die Heizwärme im Inneren gehalten wird. Eine Wohnung an einer Hausecke verliert beispielsweise mehr Energie über die Außenwände als eine Wohnung, die von mehreren anderen Wohnungen umgeben ist und nur über eine einzige Außenwand verfügt. Ähnlich sieht es mit verschiedenen Haustypen aus. Ein nach allen Seiten freistehendes Einfamilienhaus verliert schließlich mehr Heizwärme als ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte.

Fenster, Türen und Dämmung prüfen

Die Fenster einer Wohnung sind die größte energetische Schwachstelle eines Hauses. Dementsprechend sollten die Fenster mindestens über eine Doppelverglasung, besser noch über eine Mehrfachverglasung verfügen. Das Geheimnis dieser Fenster liegt in den Zwischenräumen zwischen den einzelnen Scheiben. Diese sind mit Edelgasen befüllt, die eine besonders gute Isolationswirkung haben. Auch die Dichtungen von Fenstern und Türen sollten während der Besichtigung geprüft werden. Selbst Laien können die Dichtigkeit einfach und schnell prüfen.
Alles, was es dazu braucht, ist ein Blatt Papier. Dieses wird nach dem Öffnen eines Fensters zwischen Fensterrahmen und Fenster eingeklemmt. Lässt sich das Blatt leicht wieder herausziehen, ist die Dichtung nicht in Ordnung. Sitzt es hingegen fest, gibt es nichts zu beanstanden. Gerade bei Dachgeschoss- und Erdgeschosswohnungen spielt auch die Dämmung gegenüber dem kalten Keller bzw. die Dämmung des Dachs eine entscheidende Rolle. Ist diese Dämmung nicht vorhanden, steigt der Bedarf an Heizenergie stark an.

Sich den Energieausweis zeigen lassen

Wer die letzte Sicherheit über den zu erwartenden Energieverbrauch haben möchte, der lässt sich den Energieausweis der Immobilie zeigen. Viele potentielle Mieter wissen jedoch nicht, dass der Energieausweis laut Gesetz eigentlich entweder bei der Besichtigung unaufgefordert vorgezeigt oder zumindest in der Wohnungsannonce veröffentlich werden muss. Hier gelten die gleichen Kategorien wie bei Elektrogeräten. A+ bis A bedeutet „sehr-gut“. B bedeutet „gut“. Die Klassen C bis E lassen auf einen durchschnittlichen bis leicht erhöhten Verbrauch schließen. Und die Klassen F bis H bescheinigen eine schlechte Energieeffizienz.

Stromfresser erkennen

Bei der Wohnungsbesichtigung ist insbesondere auf vorinstallierte Stromfresser zu achten. Dies betrifft beispielsweise Elektroheizungen. Auch wenn mittlerweile ein Großteil aller Mietwohnungen mit Gas oder Öl beheizt wird, sind Nacht- und Teilspeicheröfen gerade in Altbauten noch immer weit verbreitet. Und da Strom die denkbar teuerste Art des Heizens ist, sollte ein solches Heizsystem ein Warnsignal für Sparfüchse sein. Ähnlich sieht es mit elektrischen Durchlauferhitzern für die Warmwasserbereitung aus. An den in Millionen Wohnungen zu findenden Geräten ist eigentlich nichts verkehrt. Nichtsdestotrotz sollten Neumieter wissen, dass die Warmwasserbereitung mit Hilfe von Strom die Nebenkostenabrechnung deutlich in die Höhe treibt.

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