Stromanbieter wechseln: So einfach ist es wirklich

In Deutschland kennen die Strompreise nur einen Weg: nach oben! Das ist auch in diesem Jahr so. Stromkunden bekommen dies in Form von steigenden Stromkosten zu spüren, die unter anderem auf die fortwährende Erhöhung der Abgabenlast zurückzuführen ist.

Stromanbieter wechseln: So einfach ist es wirklich
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Die Lösung für dieses Problem besteht aber nicht darin, nur die Faust in der Tasche zu ballen und der steigenden Stromrechnung zuzusehen. Heute ist es nämlich einfacher denn je, den Stromanbieter zu wechseln. Und das lohnt sich, denn abhängig vom aktuellen Stromkontrakt ist eine jährliche Ersparnis von mehreren hundert Euro möglich.

Wie viel kann ich durch den Wechsel des Stromanbieters sparen?

Der Strompreis liegt hierzulande im Durchschnitt bei rund 29 Cent pro kWh, wobei insbesondere in den teuren Grundversorgertarifen durchaus auch Kilowattstundenpreise von 31 Cent und mehr möglich sind. Eine vierköpfige Familie mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 kWh zahlt inklusive einer jährlichen Grundgebühr von 120 Euro demnach gut 1.280 Euro pro Jahr für Strom. Im Grundversorgertarif mit 31 Cent pro kWh, in dem immer noch rund 40 Prozent aller deutschen Haushalte stecken, sind es sogar 1.360 Euro.
Das muss nicht sein, denn durch den Wechsel zu einem günstigeren Stromanbieter, der lediglich 24 Cent pro Kilowattstunde berechnet, lässt sich sehr viel Geld einsparen. Genau genommen belaufen sich die jährlichen Stromkosten für eine vierköpfige Familie unter diesen Umständen auf 1.080 Euro. Gegenüber dem teuren Grundversorgertarif entspricht das immerhin einer Ersparnis von 280 Euro, die gerade Familien deutlich besser für andere Dinge einsetzen können.

Darauf ist beim Stromanbieterwechsel zu achten

Wer seinen Stromanbieter wechseln möchte, sollte bei der Suche auf einem der zahlreichen Vergleichsportale allerdings einige Dinge beachten, um nicht an eines der schwarzen Schafe zu geraten. Wichtig ist vor allem, nicht nur auf den ausgewiesenen Preis zu achten. Oftmals handelt es sich hier um sogenannte „Schaufensterpreise“, also Lockangebote, in die bereits Neukundenboni und einmalige Sofortzahlungen eingerechnet sind. Sobald nach dem ersten Vertragsjahr dann der reguläre Preis zu zahlen ist, kommt die böse Überraschung. Es lohnt sich also, immer genau hinzuschauen. Mindestens ebenso wichtig sind Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen und Preisgarantien.
Während Preisgarantien von ein bis zwei Jahren für eine gewisse Planungssicherheit sorgen und vor willkürlichen Preiserhöhungen schützen, sind möglichst kurze Kündigungsfristen und Vertragslaufzeiten wichtig für die Flexibilität. Definitive No-Go‘s sind zudem Tarife, die gleich zu Beginn der Lieferung die Zahlung einer Kaution vorsehen, die nach dem Ende der Laufzeit durch den Anbieter zurückerstattet wird. Das Gleiche gilt für Tarife mit Vorkasse-Zahlung, die teilweise sogar verlangen, dass die Stromkosten für das kommende Jahr bereits komplett im Voraus überwiesen werden.

Den Stromanbieter in wenigen einfachen Schritten wechseln

Nachdem der richtige Anbieter zum Beispiel mit Hilfe eines Vergleichsrechners unter der Angabe des geschätzten Jahresverbrauchs und der Postleitzahl gefunden wurde, ist der Wechsel mit wenigen Klicks erledigt. Das passiert heute ganz unkompliziert über ein einfaches Online-Formular auf der Website des Versorgers. Hierzu werden lediglich die folgenden Daten benötigt:

  • Name und Adresse des Vertragspartners
  • Nummer des Stromzählers
  • Zählerstand
  • Gewünschter Lieferbeginn
  • Name des aktuellen Versorgers
  • Kundennummer beim Altversorger

Sind die Daten in das Formular eingetragen, ist die eigentliche Arbeit für Stromkunden erledigt. Der neue Stromversorger übernimmt alle weiteren bürokratischen Schritte wie die Abmeldung beim Altversorger und die Neuanmeldung der Versorgung beim örtlichen Netzbetreiber. Nun heißt es nur noch warten, bis die Vertragsbestätigung des neuen Stromversorgers im Briefkasten landet. Und wer mag, kann sich auch bereits Gedanken darüber machen, was er mit der Ersparnis anstellt. Vielleicht ja das komplette Haus auf LED-Leuchtmittel umstellen, um nochmals deutlich mehr Strom zu sparen?

Informationen zum einfachen Wechsel zu lifestrom erhalten Sie hier.