5 Tipps für eine längere Akkulaufzeit bei Smartphone und Tablet

Smartphones und Tablets sind zu unseren allgegenwärtigen Begleitern geworden. Kaum einen Schritt tun wir ohne die kleinen Alleskönner.

5 Tipps für eine längere Akkulaufzeit bei Smartphone und Tablet
Bild: akhenatonimages / stock.adobe.com
Leider scheint es ein ungeschriebenes Naturgesetz zu sein, dass der Akku immer dann schlappmacht, wenn wir es am wenigsten gebrauchen können. Oftmals hat der am Morgen vollgeladene Akku schon an Nachmittag einen bedrohlich niedrigen Ladestand. Ohne eine Powerbank ist dann guter Rat teuer. Mit den folgenden Tipps muss das nicht sein. So hält der Akku länger durch.

Smartphone und Tablet nicht über Nacht laden

Für die meisten von uns ist es quasi zum Ritual geworden, das Smartphone oder Tablet kurz vor dem Schlafengehen noch schnell an das Ladegerät anzuschließen. Immerhin ist das Gerät dann am Morgen voll und einsatzbereit. Dies ist allerdings ein großer Fehler, der dem Akku sogar schadet und dessen Kapazität und Lebensdauer negativ beeinflusst. Auch wenn der Akku nicht „überladen“ werden kann, wird die Akkuchemie durch den permanenten Netzanschluss in Mitleidenschaft gezogen.
Sobald das Gerät voll aufgeladen ist, schaltet sich nämlich die Ladeelektronik ab. Sinkt dann der Akkustand um ein Prozent, springt die Ladeelektronik wieder an und lädt den Akku erneut auf 100 Prozent auf. Dieses ständige Hin und Her schadet der Akkukapazität. Wer also möchte, dass sein Akku möglichst lange durchhält, der lädt seine Geräte während des Tages. Der ideale Füllstand zur Schonung der Lithium-Ionen-Akkus liegt übrigens zwischen 20 und 80 Prozent.

Nutzung unter extremen Temperaturbedingungen vermeiden

Die Akkuchemie reagiert nicht nur empfindlich auf ständige Ladeströme im oberen Bereich der Akkukapazität, sondern auch auf extreme Temperaturen. Dies liegt daran, dass die chemischen Verbindungen der Lithium-Ionen-Akkus nur im Temperaturbereich von 0 bis 40 Grad Celsius optimal funktionieren können. Wirken hingegen höhere oder niedrigere Temperaturen auf den Akku, nimmt dessen Leistungsfähigkeit deutlich ab, was den Akkustand rapide fallen lässt. Gerade im Sommer wird das zum Problem, denn durch die direkte Sonneneinstrahlung wirken schnell Temperaturen im Bereich von 40 Grad Celsius auf die Akkuchemie. Im Sommer gehört das Smartphone daher in den Schatten und im Winter in die Innentasche der Jacke.

Die Bildschirmhelligkeit anpassen

Der Bildschirm von Smartphones und Tablets ist der mit Abstand größte Energiefresser. Je heller das Display, desto höher fällt auch der Stromverbrauch aus. Das Verblüffende an der Sache ist zudem, dass der Verbrauch nicht linear zur Helligkeit zunimmt, sondern überproportional. Wer die Displayhelligkeit nur um ein Viertel reduziert, kann den Stromverbrauch von Tablet und Smartphone gut um die Hälfte senken. Vor allem in Innenräumen kann die Helligkeit auf das Minimum gesenkt werden, da heutige Displays selbst dann noch hervorragend lesbar sind. Neue Smartphone-Modelle sind zudem mit einer automatischen Anpassung der Bildschirmhelligkeit ausgestattet, die die Displaybeleuchtung an die Lichtverhältnisse der Umgebung anpasst.

Nicht benötigte Funktionen und Verbindungen deaktivieren

Nach dem Display sind die zahlreichen Verbindungen zur Außenwelt die zweitgrößten Akku-Killer. Gerade unterwegs sollten daher alle nicht zwingend benötigten Dienste abgeschaltet werden. Der größte Energieverschwender ist dabei das WLAN-Modul, das ständig mit voller Sendeleistung nach möglichen Verbindungen sucht und den Akku damit förmlich leersaugt. Auch Bluetooth, GPS, ANT+ und NFC gehören abgeschaltet, sofern die Funktionen nicht etwa für den Betrieb von Kopfhörern oder die Navigation benötigt werden. Getrost deaktiviert werden können auch das haptische Feedback von Apps und der Vibrationsalarm.

Ressourcenfresser ausfindig machen

Viele Akku-Diebe sind schwer zu enttarnen. Meist handelt es sich um mangelhaft programmierte Apps, die im Hintergrund laufen und so oft binnen Stunden große Teile des Akkus leeren. Die Identifikation ist nicht immer ganz einfach. Sehr hilfreich gestalten sich hier die zahlreichen Energiespar-Apps aus dem jeweiligen App-Store. Diese analysieren den Energieverbrauch der aktuell aktiven Apps und bieten einstellbare Profilroutinen an, mit deren Hilfe die betreffenden Apps deaktiviert werden können, ohne dass sich diese ständig von selbst neu starten.