Versteckten Stromfressern auf der Spur

Das Haushaltsgroßgeräte wie Kühlschränke, Wäschetrockner, Herd und Co. den Löwenanteil des jährlichen Stromverbrauchs ausmachen, liegt auf der Hand. Jedoch schlummert auch im Detail ein enormes Einsparpotenzial.

So lassen sich Energiefresser schon bei der Wohnungsbesichtigung enttarnen
Bild: shutterstock.com/Alex Yeung
Allerdings ist es nicht unbedingt einfach, dieses zu finden, zumal es sich dabei oft um Verbraucher handelt, die wir als solche gar nicht wahrnehmen. Begeben wir und also auf Spurensuche nach versteckten Stromfressern, die sich garantiert in jedem Haushalt befinden.

Stromfresser mit dem Strommessgerät finden

Was für den Meisterdetektiv Sherlock Holmes die Lupe war, ist für den modernen Stromdetektiv das Energiekosten-Messgerät. Denn wer sich wirklich effektiv auf die Suche nach den versteckten Stromfressern im Haushalt begeben möchte, muss diesen Verbrauch natürlich auch unter realen Bedingungen nachmessen. Auf die theoretischen Herstellerangaben ist nämlich nicht immer Verlass. Der Kauf eines vernünftigen Energiekosten-Messgerätes mit Digital-Display ist daher eine absolut lohnenswerte Investition, die sich durch die Ersparnis auf der nächsten Stromrechnung bereits wieder rechnet. Wichtig ist aber, dass es sich um kein Billig-Gerät handelt, da diese Geräte oft große Messtoleranzen im Bereich von einigen Watt haben. Gerade diese wenigen Watt sind es jedoch, die sich bei versteckten Stromfressern auf der Jahresabrechnung des Energieversorgers niederschlagen.

Der Stand-by-Verbrauch ist nicht zu unterschätzen

Gerade in Zeiten, in denen sich in unseren Haushalten immer mehr Kleinelektronik mit externen Netzteilen und praktischen Stand-by-Modi befindet, wird dies zu einem Problem für die Stromrechnung. Genau die Bequemlichkeit des Stand-by-Betriebs geht nämlich ins Geld. Wird das Energiekosten-Messgerät angelegt, zeigt sich bei Stereoanlagen, Fernsehern und TV-Receivern das gleiche Bild. Alle diese Geräte ziehen im Bereitschaftszustand zwischen 1-5 Watt. Über das Jahr gerechnet ergibt sich damit ein enormes Einsparpotenzial, je mehr derartige Geräte sich in einem Haushalt befinden.
Das gleiche gilt im Übrigen auch für Desktop-Computer sowie Notebooks, die dauerhaft mit dem Stromnetz verbunden sind. Auch wenn die Geräte ausgeschaltet sind, ziehen deren Netzteile immer ein wenig Strom. Wer diesen unproduktiven Stromverbrauch verhindern möchte, zieht entweder den Stecker oder nutzt Mehrfachsteckdosen mit Kippschalter. Da das komplette Abschalten von Geräten wie dem Internet-Router natürlich nicht unbedingt sinnvoll ist, lohnt sich hier wenigstens ein Blick auf die Energiesparfunktionen. Durch die Reduktion der Funkleistung in kleinen Wohnungen oder das Abschalten des WLANs bei Abwesenheit oder über Nacht, lassen sich leicht einige Euro einsparen.

Strombedarf bei älteren Geräten oft höher

Natürlich freuen wir uns alle, wenn unsere Geräte lange halten. Allerdings sind gerade betagtere Geräte hinsichtlich der Energieeffizienz nicht die Besten. Vor allem bei Geräten, die vor dem Jahr 2011 hergestellt wurden, ist die Wahrscheinlichkeit für einen überdurchschnittlichen Stromverbrauch im Bereitschaftsbetrieb hoch. Das liegt daran, dass der maximal zulässige Verbrauch erst im Jahr 2011 durch die Öko-Design-Richtlinie reduziert wurde. So kann es beispielsweise sein, dass ältere PC-Monitore im ausgeschalteten Zustand leicht 2-3 Watt aus dem Stromnetz ziehen, während sich neuere Modelle mit 0,5 Watt begnügen. Ähnliches lässt sich über den Stromverbrauch von Status-LEDs, Steckernetzteile von Kleingeräten oder eingebaute PC-Netzteile sagen. Die Lösung lautet auch hier wieder: Mehrfachsteckdosen mit Ausschalter verwenden.

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