Was tun, wenn die Heizung knackt und gluckert?

Manchmal scheint es so, als würden unsere Heizungen ein Eigenleben führen. Vor allem in der Nacht neigen Heizsysteme sogar dazu, uns akustische Signale geben zu wollen.

Bild: stock.adobe.com/erikzunec
So mancher fragt sich dabei zu Recht, was es mit dem Gluckern und Knacken in der Heizung auf sich hat. Und das ist auch gut so, denn viele dieser Geräusche weisen auf Probleme hin, die insbesondere im Hinblick auf eine optimale Wärmeausbeute behoben werden sollten.

Warum knackt meine Heizung?

Das charakteristische Knacken der Heizung ist das wohl am häufigsten wahrnehmbare Geräusch. In der Regel taucht es direkt nach dem Aufdrehen bzw. dem Abdrehen der Heizkörper auf. Dies liegt schlicht daran, dass sich das Metall durch die Wärmeeinwirkung minimal ausdehnt bzw. zusammenzieht, was also völlig normal und nicht zu ändern ist. Ein weiterer möglicher Grund ist eine minimale Reibung des verbauten Heizkörpers an seiner Halterung.
Dieses Problem lässt sich meist durch ein paar Tropfen Öl oder eine Halterung aus einem weicheren Material lösen. Sollte die Heizung dennoch beständig weiterknacken, kann es auch an nicht spannungsfrei verlegten Heizungsrohren, einem falsch eingestellten Überströmungsventil oder einem vertauschten Vor- und Rücklauf liegen. In solchen Fällen ist allerdings ein Fachmann erforderlich, um das Problem korrekt zu lösen.

Woher kommt das Gluckern in meinen Heizkörpern?

Das störende Gluckern in den Heizkörpern kann in verschiedenen Formen daherkommen. Manchmal ist es ein seichtes Blubbern, manchmal ein Pfeifen oder gar Kreischen. Ursächlich für die nervige Geräuschkulisse ist in der Regel Luft im Heizsystem. Das raubt so manchem aber nicht nur den Schlaf, sondern kostet auch bares Geld. Durch die im System befindliche Luft werden nämlich die verbauten Heizkörper nichtmehr richtig war, was die Heizleistung unter dem Strich um 15 bis 20 Prozent mindern kann.

Wie werde ich das Gluckern los?

Das Zauberwort heißt an dieser Stelle „entlüften“. Was sich zunächst nach viel Aufwand anhört, lässt sich aber auch in Eigenregie ganz einfach umsetzen. Alles, was es dazu im Grunde genommen braucht, ist ein Vierkantschlüssel aus dem Baumarkt für ein paar Cent und ein Gefäß, in dem austretendes Wasser leicht aufgefangen werden kann.

So wird eine Heizung richtig entlüftet

Zunächst wird die Heizung abgeschaltet und der Wasserdruck auf dem Manometer kontrolliert. Ist dieser nicht im Optimalbereich, sollte das Heizsystem zunächst aufgefüllt werden. Nach einer Wartezeit von etwa einer Stunde kann es mit dem Entlüften losgehen. Dazu müssen zunächst alle Thermostatköpfe im gesamten Haus jeweils auf die höchste Stufe gestellt werden. Ist das der Fall, beginnt die Entlüftung beim höchstgelegenen Heizkörper, da sich dort die meiste Luft sammelt.
Ist der Vierkantschlüssel auf dem Entlüftungsventil aufgesetzt, wird dieser vorsichtig gegen den Uhrzeigersinn gedreht, bis ein konstanter Wasserstrahl aus dem Ablassröhrchen des Ventils strömt. Sobald dies der Fall ist, wird das Ventil wieder gegen den Uhrzeigersinn geschlossen. Um alle Luft aus dem Heizsystem zu verbannen, sollte dieser Schritt an jedem Heizkörper wiederholt werden. Anschließend muss lediglich noch kontrolliert werden, ob der Wasserdruck der Heizung noch immer in Ordnung ist. Dann kann die Heizung wieder in Betrieb genommen werden.

lifestrom - Dein günstiger Stromtarif
Wechsle jetzt einfach und kostenlos zu lifestrom und sichere Dir zu Deinem Stromtarif eine attraktive Prämie*!