Welcher Verbrauchertyp sind Sie – Energiefresser oder Energiechaot?

Energie ist der Treibstoff unserer Zivilisation. Würde man uns vom einen Moment auf den anderen den Stecker ziehen, fänden wir uns im tiefsten Mittelalter wieder. Ziemlich hilflos wären wir obendrein. Da Energie ein wertvolles Gut ist und sich (noch) nicht in unbegrenztem Maße produzieren lässt, müssen wir sorgsam damit umgehen. Was sorgsam ist, sieht aber jeder ein wenig anders.

Welcher Verbrauchertyp sind Sie?
Quelle: adobe.stock.com/Jacob Lund
Kein Zitat ist im Hinblick auf den Energieverbrauch daher passender als ein Klassiker aus Monty Python’s „Das Leben des Brian“: „Ihr seid alle Individuen!“ – „Ja, wir sind alle völlig verschieden!“ Ganz in der Manier der britischen Komiker wollen wir uns der Thematik daher einmal auf humoristische Weise nähern. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind natürlich nur rein zufällig.

1. Der Energiechaot – Strom kommt aus der Steckdose, oder?

Eines weiß der Energiechaot genau: Strom kommt in jedem Fall aus der Steckdose. Er weiß auch, dass seinen Elektrogeräte Strom verbrauchen. Aber was genau Strom eigentlich ist, wo Strom herkommt und wie Strom in die Steckdose gelangt, weiß er nicht. Das ist für ihn ein einziges großes Rätsel, verpackt in einem Mysterium, verhüllt von einer Legende. Auch wie seine Stromrechnung zusammenkommt, das kann sich der Energiechaot beim besten Willen nicht erklären.
Er verspürt zwar nicht den narzisstischen Drang, sich durch Energieverschwendung zu profilieren, hat durch seine Unwissenheit aber dennoch einen enormen Verbrauch. Dem Energiechaoten geht es ähnlich wie den Menschen im Mittelalter, die den Atlantik für das Ende der Welt hielten. Von der Möglichkeit, zu einem günstigeren Stromanbieter zu wechseln hat er höchstens in Legenden gehört. Auch Maßnahmen wie die Vermeidung des Stand-by-Betriebs kennt er nur vom Hörensagen. Eigentlich ist der Energiechaot aber ein herzensguter Energiesparer, dem einzig der richtige Funke zur Erleuchtung fehlt.

2. Der Energiefresser – Ein Stromzähler ist nicht genug

Anders als der Energiechaot hat der Energiefresser seine wahre Freude daran, alle Geräte auf Anschlag laufen zu lassen. Als echter Könner seines Fachs ist er der Alptraum jedes Kraftwerks. Hinter vorgehaltener Hand munkelt man gar, dass dort vorsichtshalber ein Reserveblock hochgefahren wird, wenn der Energiefresser Feierabend hat. Denn dann dauert es auch nicht lange, bis er es sich im tiefsten Winter mit Shorts auf dem Sofa bequem macht.
Und da es bei 28 Grad Raumtemperatur doch etwas warm ist, gönnt er sich ein eisgekühltes Getränk. Leider kann sich der Energiefresser nicht entscheiden und lässt den Kühlschrank minutenlang offenstehen, bis das richtige Getränk gefunden ist. Auf dem Sofa angekommen, geht es gleich vor die Spielkonsole. Spätestens jetzt weint der Stromzähler. Immerhin dröhnt der Sound aus einem überdimensionierten Lautsprechersystem und nebenher läuft der Computer mit ein wenig Hintergrundmusik.
Und da es ohnehin ein wenig düster ist, lässt er auch gleich in der ganzen Wohnung das Licht an. Es könnte schließlich sein, dass er plötzlich in der Küche Nachschub holen oder im Badezimmer die klebrigen Hände waschen muss. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, stammen die meisten Großgeräte auch noch aus der Vorkriegszeit. Er hingegen nennt es nostalgisch. So ist es auch kein Wunder, dass der Energiefresser jedes Jahr beim Eintreffen der Stromrechnung seine persönliche Finanzkrise erlebt. Klares Urteil: ein hoffnungsloser Fall!

3. Der Betriebswirtschaftler – Immer up to date

Als wahrer Kenner der Materie präsentiert sich der Betriebswirtschaftler bzw. der Energiebewusste. Er wälzt regelmäßig Lifestyle-Magazine auf der Suche nach den neuesten Technologien und den effizientesten Geräten. Für ihn zählt nicht das Design, sondern der Trade-Off zwischen Kosten und Nutzen. Vor dem Kauf klappt er sein sündhaft teures MacBook auf und trägt die Verbrauchswerte seiner Elektrogeräte in eine Tabellenkalkulation ein.
Fünf Diagramme und drei Break-Even-Analysen später hat er sich endlich entschieden und präsentiert der Familie das neue Glanzstück für die Waschküche. Den Betriebswirtschaftler führt niemand so schnell aufs Glatteis. Man könnte ihn nachts um drei wecken und noch immer hätte er seinen letzten Jahresverbrauch parat. Ökostrom-Kunde ist er ebenso selbstverständlich wie Nutzer eines Elektroautos, das er an der hauseigenen Solaranlage tankt.
In jedem Winkel seines Hauses finden sich LED-Leuchtmittel und selbst diese werden intelligent per Smart-Home gesteuert. Auch wenn dem Energiebewussten neben dem Klima vor allem der Geldbeutel am Herzen liegt, weiß er zu genießen. Und das kann er auch mit einem guten Gewissen tun. Immerhin laufen seine Geräte der Energieeffizienzklasse „Quadruple-Plus“ mit Ökostrom.

4. Der Energieasket – Daniel Düsentrieb lässt grüßen

Wer Schotten für geizig und Kinder für schlitzohrig hält, der hat es noch nicht mit dem Energieasketen zu tun gehabt. Der Energieasket ist ein Meister seines Fachs und versteht es, im wahrsten Sinne des Wortes auf Sparflamme zu kochen. Seine Wohnung gleicht vor allem im Winter einer dunklen Höhle und er einem Höhlenbewohner. Immerhin halten die konsequent heruntergelassenen Rollläden die kümmerliche Raumtemperatur von 15 Grad ohne großen Heizaufwand aufrecht.
Heizen muss der Energieasket ohnehin nicht. Schließlich trifft man ihn selbst drinnen im dicken Zwiebellook an, den er in der Waschmaschine per Kaltwäsche säubert. So richtig gemütlich macht es sich der lichtscheue Gesell bei einem Teelicht auf dem Sofa mit einem guten Buch. Der Tee aus dem schon dreimal aufgegossenen Teebeutel ist allerdings nur lauwarm. Ein Wasserkocher ist schließlich ein echter Energiefresser. Das weiß der Energieasket ganz genau.
Ebenso gut informiert ist er über neue Energiespartricks, über die er sich mit anderen Energieasketen am Energieasketen-Stammtisch auf Facebook austauscht. Mit völlig abgedunkeltem Notebookbildschirm versteht sich. Die Jagd auf jedes Kilowatt Ersparnis bereitet dem Energieasketen eine diebische Freude. Und das auch dann, wenn der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag steht. Der Energieasket sollte die Welt vielleicht ein wenig lockerer sehen.

5. Bekennen Sie Farbe!

Und, haben Sie sich, einen lieben Verwandten oder einen Ihrer Freunde wiedererkannt? Kein Wunder, denn in jedem von uns steckt doch der eine oder andere Wesenszug des Energiechaoten oder Energiefressers. Und einmal Hand aufs Herz: Wem ähneln Sie am ehesten?

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