Wie das Zusammenziehen mit dem Partner Strom spart

Stromspartipps gibt es eine ganze Menge. Angefangen vom Herunterregeln des elektrischen Durchlauferhitzers über den Umstieg auf LED-Beleuchtung bis hin zum regelmäßigen Abtauen des Gefrierfachs.

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An den wohl wirksamsten Energiespartipp denken dabei aber nur die wenigsten Menschen: das Zusammenziehen mit dem Partner. Aber warum ist das so und wie viel Geld lässt sich dadurch tatsächlich sparen?

1. Drei zentrale Einflussfaktoren für den Stromverbrauch

Der Stromverbrauch hängt von drei Hauptfaktoren ab. Allem voran steht die Art der Behausung, denn zwischen dem Stromverbrauch eines Einfamilienhauses und dem einer Wohnung besteht ein großer Unterschied. Gegenüber einem Einfamilienhaus liegt der Verbrauch bei einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus rund 30 Prozent niedriger.
Und das unabhängig von der Anzahl der Bewohner. Ursächlich sind beispielsweise die Außenbeleuchtung sowie der Stromverbrauch im Garten und der Garage. Der zweite Faktor ist die elektrische Warmwasserbereitung. Immerhin erfolgt diese bei einem großen Teil aller deutschen Haushalte über elektrische Durchlauferhitzer. Das treibt den Stromverbrauch pro Kopf um rund 25 Prozent nach oben. Nun kommen wir zum dritten und entscheidenden Punkt: die Anzahl der Bewohner.

2. Singlehaushalte verbrauchen den meisten Strom

Auf den ersten Blick klingt es vielleicht seltsam, aber: Singlehaushalte verbrauchen mit Abstand den meisten Strom. Zumindest, wenn es um den relativen Verbrauch pro Kopf geht. Dieser nimmt nämlich nicht linear mit jeder weiteren Person zu, sondern sinkt sogar in Relation. Wer also seinen Singlehaushalt aufgibt und mit seiner besseren Hälfte zusammenzieht oder eine Wohngemeinschaft gründet, hat enormes Sparpotenzial.
Dieser Umstand geht darauf zurück, dass der meiste Strom durch Großgeräte in der Küche und im Badezimmer sowie durch die Beleuchtung verbraucht wird. Geräte wie der Kühlschrank und auch der DSL-Router laufen Tag und Nacht. Und das völlig unabhängig davon, ob eine, zwei, drei oder sechs Personen in einer Wohnung leben. Mit der Energie für das Kochen sieht es ähnlich aus, zumal der Mehrverbrauch für größere Portionen verhältnismäßig gering ist.

3. Dual-Hauptkamera und herausragende Konnektivität

Laut dem Stromspiegel für Deutschland verbraucht ein Single, der in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus wohnt, jährlich rund 1.500 kWh. Kommt nun auch noch die elektrische Warmwasserbereitung hinzu, erhöht sich der durchschnittliche Verbrauch auf 2.000 kWh. Zum Vergleich einmal eine Tabelle mit den durchschnittlichen Verbräuchen deutscher Haushalte nach Personengröße. Wer also sein Singledasein aufgibt und mit seinem Partner zusammenzieht, kann leicht 600 kWh pro Jahr sparen. Das entspricht bei einem durchschnittlichen Strompreis von 30,5 Cent pro kWh 183 Euro. Noch größer ist die Ersparnis bei der Gründung einer Wohngemeinschaft. Während ein Single rund 457,50 Euro zahlt, liegen die Stromkosten im Fall einer 5er-WG bei 219,60 Euro pro Kopf.

4. Sparpotenzial bei Strom, Gas, Internet und Co.

Ganz gleich, ob WG oder Zusammenziehen mit dem Partner: Im Hinblick auf die Stromkosten lohnt es sich. Das gleiche Prinzip funktioniert auch mit der Gasversorgung, dem Internetanschluss und sogar dem Netflix-Abo. Zudem ist der Umzug die perfekte Gelegenheit, den Stromanbieter zu wechseln und somit von günstigem Ökostrom und attraktiven Prämien zu profitieren.