Wie lässt sich in der Küche am besten Strom sparen?

Kochen, aufwärmen, kühlen, backen, spülen – die eigene Küche ist in vielen deutschen Haushalten ein echter Stromfresser. Dabei ist es möglich, den Stromverbrauch mit einfachen Mitteln effizient zu senken. Damit entlastet man nicht nur die Geräte in der Küche, auch die Stromabrechnung kann schon bald ganz anders aussehen.

Wie lässt sich in der Küche am besten Strom sparen?
Bild: shutterstock.com/Africa Studio
Wer Geld und Energie sparen will, sollte deshalb auf einige Tipps und Tricks zurückgreifen, die den Stromverbrauch senken. Wir haben nachfolgend einige Kniffe zusammengestellt.

Der Kühlschrank – Stromfresser Nr. 1

In der Küche gibt es so einige Geräte, die an der Stromversorgung angeschlossen sind. Dabei stehen Kühlschränke ganz oben auf der Liste, wenn es um hohen Stromverbrauch geht. Ältere Geräte benötigen meist viel mehr Energie als etwa ein modernes Gerät, welches eine Energieeffizienzklasse von A++ oder noch besser vorweisen kann. Die Zahlen sprechen für sich, denn solche Kühlschränke sparen bis zu 50 Prozent mehr Energie als ein altes Gerät. Eine Investition in einen neuen Kühlschrank kann sich also durchaus lohnen, um langfristig Strom in der Küche zu sparen. Wichtig ist es auch deshalb, weil ein Kühlschrank rund um die Uhr läuft und tatsächlich die meiste Energie im Haushalt verbrauchen kann. Außerdem lohnt sich eine Kühl-Gefrierkombination. Denn damit benötigt das Gerät nur einen Stromanschluss, womit sich Energiekosten sparen lassen.

Den Backofen effizienter nutzen

Wir benutzen ihn zum auf Aufwärmen, zum Backen und auch zum Warmhalten: unseren Ofen. Doch dieser benötigt oft etwas länger, bis er so richtig warm ist. Hinzu kommt, dass die meisten Speisen und Fertiggerichte in einen vorgeheizten Backofen geschoben werden müssen, damit sie optimal zubereitet werden können. Das gilt häufig auch für Backwaren. Damit wir unseren Ofen jedoch effizienter benutzen können, ist es wichtig, dass man die Anwendungszeit verkürzt. Das heißt: Ofen schneller ausschalten, die Restwärme benutzen und nicht zu häufig öffnen, während das Gerät angeschaltet ist. Letzteres würde andernfalls dazu führen, dass die warme Luft entweicht und Energie verloren geht. Außerdem kann es sich lohnen, wenn man Tiefkühlprodukte schon einen Tag vorher in den Kühlschrank legt, damit sie auftauen. Das spart zusätzliche Energie, denn die Backzeit verkürzt sich.
Wer seine Gerichte oft im Backofen zubereitet, sollte außerdem über einen kleineren Backofen nachdenken. Dafür gibt es heute praktische Mini-Öfen auf dem Markt, die weniger Energie verbrauchen. Sie eignen sich am besten für kleinere Haushalte, wenn etwa schnell eine einzelne Pizza aufgebacken werden soll oder auch, um Speisen warm zu halten.

Die Spülmaschine nur bei Bedarf anschalten

Wenn wir kein Geschirr mehr haben, neigen wir oft dazu, dass wir unsere Spülmaschine anschalten. Tatsächlich verbrauchen wir oft weniger Wasser, wenn wir das Gerät benutzen und das dreckige Besteck und Geschirr nicht mit den Händen spülen. Das Problem ist jedoch, dass die Spülmaschine nicht so schnell voll ist. Trotzdem wird das Gerät angeschaltet. Wer hier etwas Strom sparen will, sollte darauf achten, dass die Maschine erst angeschaltet wird, wenn sie wirklich voll beladen ist. Auf diese Weise benötigt das Gerät weniger Spülgänge und kann effizient genutzt werden. Tipp: Eco-Programme nutzen. Wenn die Schüsseln, Tassen und Teller nur leicht verschmutzt sind, reicht ein kurzes Programm, um noch mehr Energie zu sparen.

Beim Kochen Strom sparen

Unseren Herd nutzen wir fast täglich, um Speisen zuzubereiten. Auch hier gibt es einige Tricks, wie sich Energie sparen lässt. In den meisten Küchen wird ein Cerankochfeld oder ein Induktionsherd benutzt. Aber auch klassische Eisenplatten und Gasherde sind in Verwendung. Wer Herdplatten aus Stahl oder Eisen nutzt, hat den Nachteil, dass der Energieverbrauch um bis zu 40 Prozent höher ist als bei seinen Mitkonkurrenten. So können Verbraucher mehr sparen, wenn sie zum Beispiel ein Cerankochfeld nutzen oder Induktionsherde haben. Letzterer hat außerdem den Vorteil, dass die Oberfläche schnell abkühlt und der Stromverbrauch beim Kochen etwa 30 bis 40 Prozent niedriger ist.
Auch ein Gasherd hat seine Vorteile, denn Gas ist insgesamt günstiger als Strom. Wer über ein Gaskochfeld nachdenkt, sollte jedoch beachten, dass beim Kochen eine offene Flamme entsteht. Was Profi-Köche gerne in ihrer Küche sehen, da sie effizient damit arbeiten können, eignet sich für private Haushalte nur teilweise. Die Gefahr einer Verletzung ist hoch, wenn etwa Kinder oder Haustiere im Haushalt leben. Eine Ceranplatte oder ein Induktionsherd könnten deshalb die bessere Lösung sein. Mehr zum Thema kann hier nachgelesen werden.
Der Stromverbrauch lässt sich beim Kochen auch mit einem Deckel reduzieren. Bis zu 25 Prozent Energie kann eingespart werden, wenn ein Kochdeckel zum Einsatz kommt. Die Speisen sind schnell gar und können warmgehalten werden, ohne den Herd noch länger eingeschaltet zu lassen.

Unser Tipp: Einen kochfreien Tag einbauen

Ein weiterer Trick, um Strom in der Küche zu sparen: einen kochfreien Tag in der Woche einbauen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man fasten muss! Im Gegenteil, denn frische und ungekochte Speisen bringen Abwechslung in den Speiseplan und liefern meist auch viele wichtige Nährstoffe. Es ist allgemein bekannt, das vor allem Gemüse auch roh verspeist werden soll, um möglichst viele Vitamine einzunehmen, die beim Kochen verloren gehen. Wer sich nicht ausschließlich von Salaten an seinem kochfreien Tag ernähren will, kann sich außerdem leckere Sandwiches zubereiten. Es gibt viele Rezeptideen im Netz und die Auswahl ist heute fast unendlich.

Fazit

Strom sparen in der Küche ist nicht schwierig. Dafür muss man jedoch einige Kleinigkeiten im Alltag beachten. Wer seinen Verbrauch und auch seine Kosten effektiv senken will, sollte deshalb auf moderne und energieeffiziente Geräte setzten. Zwar sind die Anschaffungskosten nicht immer niedrig – langfristig gesehen ist es jedoch eine sinnvolle Investition, um den Stromverbrauch deutlich zu senken. Außerdem sollte man darauf achten, dass nicht immer alle Geräte verwendet werden. Wer will, kann “stromfreie” Tage in seinen Alltag einbauen, um zu schauen, wie viel Energie sich so tatsächlich sparen lässt.

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