Wo finde ich Ladesäulen für mein E-Auto?

Auch in Deutschland nimmt die Elektromobilität langsam Form an. Neben Vorreitern wie dem US-Autobauer Tesla haben nun auch Hersteller wie Volkswagen, BMW, Nissan, Audi und Renault Serienfahrzeuge auf dem Markt, die sich als reine Elektrofahrzeuge oder zumindest als Plug-in-Hybride präsentieren.

Wo finde ich Ladesäulen für mein E-Auto?
Bild: tortoon / stock.adobe.com
Für die Anschaffung eines E-Autos ist natürlich eine Frage entscheidend: Wo kann ich mein E-Auto laden? Glücklicherweise gibt es dafür mittlerweile einige Möglichkeiten.

Das Henne-Ei-Problem der öffentlichen Ladesäulen

Das Rückgrat der Ladeinfrastruktur, die für den Erfolg der Elektromobilität so wichtig ist, ist das Netz der öffentlich errichteten Ladestationen. Allerdings stellt sich hier das altbekannte Henne-Ei-Problem. Müssen zunächst genügend E-Autos auf der Straße unterwegs sein, um die Investition in ein großflächiges Ladenetz zu rechtfertigen oder ist vielmehr ein dichtes Ladenetz erst die Voraussetzung für die Zunahme der E-Autokäufe? In vielen Kommunen geht die Tendenz glücklicherweise in Richtung des Ausbaus der Ladeinfrastruktur. So etwa plant der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann, dass bis März 2019 mindestens alle zehn Kilometer eine öffentliche Ladesäule zu finden sein soll. Ein Beispiel, das in der ganzen Republik Schule machen sollte.

Wo finden sich aktuell die meisten Ladesäulen?

Beinahe jeden Tag kommt irgendwo in Deutschland ein neuer Ladepunkt hinzu. Um den Überblick zu behalten, empfiehlt sich ein Blick auf die interaktive Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur, auf der bereits zahlreiche öffentliche Ladesäulen verzeichnet sind. Auch mit Hilfe von Diensten wie e-stations, CCS Charge Map Europa, Chargemap, Lemnet, PlugFinder und GoingElectric können E-Autonutzer mittlerweile sogar europaweit nach der jeweils nächstgelegenen Ladesäule suchen und dabei auch nach der maximalen Ladegeschwindigkeit filtern.

Grundsätzlich können sich E-Autofahrer jedoch darauf verlassen, dass sich an Flughäfen, Autobahnhöfen und Raststätten immer genügend Ladesäulen befinden. Dies gilt im Besonderen für das dichte Netz an Teslas Schnellladestationen „Super Charger“, an denen Autos der US-Marke deutlich schneller geladen werden können, als an über 90 Prozent der öffentlichen Ladesäulen. Auch immer mehr Tankstellen, öffentliche Behörden, große Supermärkte, Hotels und Stadtwerke setzen auf zusätzliche Ladesäulen oder ermöglichen Elektroautos gar das kostenfreie Parken auf Parkplätzen, die mit einer Ladeeinrichtung ausgestattet sind.

Die Ladesäule vor der eigenen Haustür

Auch wenn das Netz der öffentlichen Ladesäulen zusehends ausgebaut wird, ist das Laden an der eigenen Ladesäule natürlich die mit Abstand entspannteste Variante. Wer also Eigenheimbesitzer ist oder seinen Vermieter überzeugen kann, eine Ladevorrichtung im Hof, in der Garage oder unter dem Carport zu installieren, sollte dies tun. Es gibt schließlich nichts Entspannteres, als den Wagen über Nacht einfach an den Strom zu hängen und jeden Morgen mit einem vollgetankten Auto loszufahren, ohne sich zwischendurch Gedanken über das Nachtanken machen zu müssen.
Lohnenswert ist dieser Schritt vor allem auf dem Land, da hier die Abstände zwischen den Ladesäulen nochmals deutlich größer sind als in den Ballungszentren. Der Preis für eine eigene Ladeeinrichtung ist heutzutage indes auch kein KO-Kriterium mehr, zumal günstige Modelle bereits ab 600 bis 800 Euro zu haben sind und sich die Anschaffung durch die geringen Betriebskosten eines E-Autos schnell rechnet. Was beim Kauf und der Installation einer eigenen Ladesäule zu beachten ist, haben wir bereits in einem entsprechenden Artikel zum Thema Ladesäulen kaufen beschrieben.

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